Fußball: SW Holtwick seit 2012 sieglos gegen Westfalia
Die Unglückszahl 13

Holtwick. Die 13 entpuppte sich tatsächlich als Unglückszahl. „So viele Spiele sind das schon?“, staunte Mario Beeke angesichts der schwarzen Serie. „Ich glaube aber nicht, dass es bei den Jungs heute eine Rolle gespielt hat.“ Fakt ist: SW Holtwick hat das Derby bei Westfalia Osterwick mit 1:3 verloren und damit zum 13. Mal in Folge in der Meisterschaft gegen den Ortsrivalen nicht gewonnen. Eine beinahe unheimliche Serie, die die Holtwicker nun mit in die Winterpause nehmen.

Dienstag, 10.12.2019, 10:53 Uhr aktualisiert: 10.12.2019, 11:00 Uhr
Fußball: SW Holtwick seit 2012 sieglos gegen Westfalia: Die Unglückszahl 13
Starker Auftritt: Moritz Wagner (links) sorgte für Unruhe in der Osterwicker Deckung. Bei dieser Rettungsaktion verletzte sich Westfalia-Kapitän Lars Knipper am Oberschenkel. Foto: az

21. Oktober 2012: André Vogt (2), Marius Abel, Robin Klöpper und Timo Fedder sorgen bei einem Gegentreffer von Niklas Segbers vor 600 Zuschauern für den 5:1-Sieg von SW Holtwick gegen die Westfalia. Das allerdings ist und bleibt der bislang letzte Erfolg gegen die Osterwicker – in den folgenden sieben Jahren gab es besagte 13 Spiele mit vier Unentschieden und neun Niederlagen bei 7:25 Toren. Die letzte vier Duelle gingen allesamt verloren.

Robin Klöpper und Timo Fedder standen auch diesmal in der Startelf, die aber in der ersten halben Stunde erstaunlich zahnlos über den Kunstrasen schlich. „Da sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, schüttelte Beeke den Kopf, der dick verpackt am Seitenrand versuchte, sein Personal wachzurütteln. Schon nach 30 Sekunden verpasste Luis Lammers eine Hereingabe von Florian Richters knapp, in der zwölften Minute scheiterte Richters nach Lammers-Pass an SW-Torwart Christian Meckeler. Glücklich schätzen durften sich die Holtwicker, dass es nach dem Tor von Florian Richters in der 14. Minute nur 0:1 stand.

Mehr Leben kam in die Bemühungen, als Mario Beeke in der 32. Minute Moritz Wagner für den angeschlagenen Chris Klöpper ins Getümmel warf. Der Youngster, tags zuvor noch 90 Minuten in der A-Jugend im Einsatz, erzielte nicht nur vier Minuten später den Ausgleich, sondern sorgte auch danach für mächtig Betrieb. „Er hat eine super Partie gemacht“, lobte der Trainer. Wagner konnte aber auch nicht verhindern, dass seine Mannschaft am Ende mit 1:3 verlor.

Dabei geriet das Derby zum Spiegelbild der gesamten Hinserie. Es fehlen ein paar Kleinigkeiten – zudem fehlen immer wieder wichtige Stammspieler, und das nicht nur für kurze Zeit. Maurice Thentie und Oliver Abel sind seit Monaten verletzt, Timon Vierhaus fehlt schon seit einigen Wochen. „Stefan Uppenkamp hat mit seinen Verletzungsproblemen nur sehr wenig spielen können“, führte Beeke die Liste weiter. Dass nun auch noch Chris Klöpper nach einer halben Stunde angeschlagen vom Platz musste, passte ins Bild. Wegen seiner Rückenprobleme hatte der Trainer ihn erst gar nicht in die Viererkette gestellt. „Dass es ihn jetzt auch noch erwischt hat, verwundert leider nicht“, gab Beeke zu. „Er musste Woche für Woche 90 Minuten Vollgas geben.“

Wunden lecken ist jetzt angesagt. Verbunden mit der Hoffnung, dass die Verletzten zurückkehren, wenn am 28. Januar die Wintervorbereitung eingeläutet wird. Zwischendurch nehmen die Schwarz-Weißen am Samstag (4. 1.) am Hallenturnier der DJK Coesfeld-VBRS teil – wo sie glücklicherweise nicht auf ihren Angstgegner aus Osterwick treffen.

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