Basketball-Playoffs
Bayern-Demütigung für Bamberg - Hoeneß schwärmt

Der FC Bayern gibt Bamberg im Playoff-Halbfinale die nächste Lehrstunde. Mit einem weiteren Sieg können die Münchner die Titel-Ära des fränkischen Basketball-Rivalen nun beenden. Bambergs Coach appelliert an seine Profis.

Sonntag, 27.05.2018, 11:44 Uhr

Bayerns Devin Booker (l) kommt vor Bambergs Maodo Lo an den Ball.
Bayerns Devin Booker (l) kommt vor Bambergs Maodo Lo an den Ball. Foto: Angelika Warmuth

München (dpa) - Nach der erneuten Demütigung durch die Basketballer des FC Bayern droht Serienchampion Brose Bamberg das Ende seiner Meister-Ära.

Mit der Last der höchsten Playoff-Niederlage seiner Geschichte muss der Titelverteidiger im Bundesliga-Halbfinale nun zweimal in Serie gewinnen, um doch noch den Endspieleinzug der Münchner zu verhindern. «Das war mit das Beste, das wir je von einer Mannschaft hier im Audi Dome gesehen haben», schwärmte Bayern-Präsident Uli Hoeneß laut «Süddeutscher Zeitung» nach dem 99:67 (48:28), das den Münchnern am Samstag die 2:1-Führung in der Best-of-Five-Serie brachte.

Freudestrahlend nahm der Clubchef die Glückwünsche von Bambergs Geschäftsführer Rolf Beyer entgegen, der sich tief enttäuscht auf den schweren Weg zur Gratulation machte. Wie schon beim 72:95 in der ersten Partie ließ der neunmalige deutsche Meister aus Franken alle Tugenden vermissen, die man im Kampf in der K.o.-Runde braucht. «Wir waren heute erneut nicht in der Lage, der Intensität des Gegners etwas entgegenzusetzen», kritisierte Bambergs Coach Luca Banchi. «Wir haben ein paar Stunden zum Regenerieren und um uns einmal mehr klar zu machen, was es heißt, in einem Playoff-Halbfinale zu spielen.»

Am Dienstag (19.00 Uhr) bietet sich die Chance, mit einem ähnlichen Kraftakt wie im zweiten Spiel (78:65) noch einmal auszugleichen. Doch die desaströse Leistung in München machte zunächst nur wenig Hoffnung. Von Beginn an liefen die Franken einem Rückstand hinterher und lagen im Schlussabschnitt sogar mit 42 Punkten hinten.

Das Experiment, den zuletzt überragenden Dorell Wright zunächst von der Bank zu bringen, schlug fehl. Der formschwache Ricky Hickman stand nicht mal im Kader. «Wir waren überhaupt nicht bereit», konstatierte Routinier Nikos Zisis. Nach sieben Meisterschaften in acht Jahren, unterbrochen nur vom Titelgewinn der Bayern 2014, dürfte bei einem Aus nun ein größerer Umbruch bevorstehen.

Mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung, überragenden Wurfquoten aus dem Feld und überwundener Schwäche von der Freiwurflinie dominierten die Bayern hingegen das Spiel. «Wir waren über 40 Minuten offensiv wie defensiv voll konzentriert», lobte Münchens Trainer Dejan Radonjic, warnte aber vor Nachlässigkeiten: «Wir müssen erneut darauf vorbereitet sein, dass die nächste Partie wieder völlig anders verlaufen kann. Ich zumindest erwarte ein anderes Auftreten der Bamberger.»

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