Concorde Agreement
Mercedes über Formel-1-Grundlagenvertrag verärgert

Silverstone (dpa) - Weltmeisterteam Mercedes will den neuen Formel-1-Grundlagenvertrag nicht unterzeichnen. Teamchef Toto Wolff bezeichnete seinen Rennstall als «größten Verlierer» in Bezug auf das Preisgeld.

Freitag, 07.08.2020, 16:34 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 16:36 Uhr
Fühlt sich «nicht bereit dazu, das Concorde Agreement zu unterzeichnen»: Toto Wolff.
Fühlt sich «nicht bereit dazu, das Concorde Agreement zu unterzeichnen»: Toto Wolff. Foto: Sebastian Gollnow

Der Österreicher verwies auf die Erfolge des Teams und auf Weltmeister Lewis Hamilton als Fahrer mit der «größten globalen» Strahlkraft. «Wir haben den Eindruck, dass wir nicht so behandelt wurden, wie wir sollten, und deshalb gibt es noch eine Menge rechtlicher Themen für uns», meinte Wolff. «Ich fühle mich nicht bereit dazu, das Concorde Agreement zu unterzeichnen.»

Der aktuelle Grundlagenvertrag (Concorde Agreement) der Formel 1 läuft Ende dieses Jahres aus. Die Vereinbarung zwischen den zehn Teams, dem Motorsport-Weltverband FIA und dem Formel-1-Rechteinhaber regelt die Verteilung der Einnahmen. Die Frist zur Übereinkunft läuft den Teams zufolge am 12. August ab. «Das werden wir sicher nicht schaffen», stellte Wolff im TV-Sender Sky klar.

«Wenn man dazu bereit ist, sich an einen Tisch zu setzen und die Themen zu besprechen und zu einem Kompromiss zu kommen, sind wir nah, aber ich habe diesen Ansatz noch nicht gesehen», kritisierte Wolff die Vertragspartner. Er sehe insgesamt aber «keine großen Hürden, man sich nur zusammensetzen.» Wenn man ein «vernünftiges Concorde Agreement» erziele, «dann ist das auf jeden Fall ein Sport, in dem wir bleiben wollen», sagte er zu einem möglichen Ausstieg.

© dpa-infocom, dpa:200807-99-83068/3

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