Handball-WM
Matchball Deutschland: DHB-Team hat Halbfinale vor Augen

Die deutschen Handballer greifen bei der Heim-WM nach dem ersehnten Halbfinal-Ticket. Ein Sieg gegen Kroatien würde dafür am Montagabend genügen. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Montag, 21.01.2019, 07:19 Uhr aktualisiert: 21.01.2019, 14:32 Uhr
Das Team von Bundestrainer Christian Prokop kann mit einem Sieg gegen Kroatien vorzeitig ins WM-Halbfinale einziehen.
Das Team von Bundestrainer Christian Prokop kann mit einem Sieg gegen Kroatien vorzeitig ins WM-Halbfinale einziehen. Foto: Marius Becker

Köln (dpa) - Der Matchball kommt für die deutschen Handballer unverhofft, doch jetzt wollen sie ihre Chance auch unbedingt nutzen. Dank des überraschenden Patzers der Kroaten reicht der DHB-Auswahl am Abend (20.30 Uhr/ZDF) ein Sieg, um das angepeilte Halbfinal-Ticket für die Heim-WM zu lösen.

«Das gibt uns den nötigen Rückenwind. Mit dem Druck des Kessels sind wir zu allem fähig», betonte DHB-Vizepräsident Bob Hanning vor dem Top-Spiel gegen Kroatien am Abend in der Kölner Arena. Das lautstarke Publikum soll der Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop zum Erfolg verhelfen.

Aber die Deutschen dürften auch gewarnt sein. Denn die so stark in das Turnier gekommenen Kroaten wollen nach ihrer Pleite gegen Brasilien die Chance auf das Halbfinale wahren. Kroatiens Kapitän Domagoj Duvnjak sprach nach dem 26:29 gegen die starken Südamerikaner von Trauer und Enttäuschung. «Das war eine Riesenüberraschung, die wir nicht erwartet hatten», sagte der Weltstar des THW Kiel im Anschluss an Kroatiens erste Niederlage im Turnier. Gegen die DHB-Auswahl rechnet der Rückraumspieler nun mit einem «brutal schweren» Spiel. «Aber wir werden für 60 Minuten kämpfen. Ich freue mich auf das Duell mit meinen Kieler Mannschaftskameraden.»

Für die deutsche Mannschaft könnte die Ausgangslage kaum besser sein. Selbst wenn Prokops Team das Spiel nicht gewinnt, besitzt es noch Chancen auf den Einzug in die nächste Runde. Ans Scheitern verschwenden er und seine vom bisherigen Turnierverlauf euphorisierten Spieler im Moment aber keinen Gedanken. «Wir haben uns das alle erträumt, dass es zu so einem Spiel kommt, wo sich sehr viel entscheidet», sagte Prokop. «Auf das Spiel freuen wir uns riesig.»

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