Handball: 2. Bundesliga
TV Emsdetten hofft auf frische Impulse durch neuen Trainer

Emsdetten -

Dem TV Emsdetten droht konkreter denn je der Abstieg aus der 2. Bundesliga. Der Trainerwechsel von Aaron Ziercke zu Peter Portengen soll aber neue Impulse bringen. Gegen den TV Hüttenberg ist am Samstag ein Sieg nach der Ligapause Pflicht.

Donnerstag, 04.02.2021, 17:14 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 22:01 Uhr
Peter Portengen ist neuer Trainer des TV Emsdetten. Mit seiner Hilfe soll der Abstieg verhindert werden.
Peter Portengen ist neuer Trainer des TV Emsdetten. Mit seiner Hilfe soll der Abstieg verhindert werden. Foto: imago-images

Wird die 34. Saison in der 2. Bundesliga auch die vorerst letzte für den TV Emsdetten? Es sieht schlecht aus für den überall als „Dino der 2. Liga“ bezeichneten Club. Die Mannschaft um Kapitän Freddy Stüber schloss das Jahr 2020 mit einer 23:24-Niederlage bei der HSG Konstanz ab und ziert mit nur 5:23 Punkten den letzten Rang der Tabelle. Der Absturz in die 3. Liga droht.

Um diesen in den verbleibenden 22 Saisonspielen noch zu vermeiden, haben die Verantwortlichen der TVE-Marketing GmbH, das ist der wirtschaftliche Träger der Zweitliga-Handballer, die Initiative ergriffen und gehandelt. Trainer Aaron Ziercke musste gehen, angesichts der desolaten Punktausbeute, fehlten ihm die Argumente. Für ihn übernahm im Januar der Niederländer Peter Portengen, der im Nachbarland schon zahlreiche Titel mit seinen Teams gewann und an der Seite des ehemaligen TVE-Spielers und -Trainers Henk Groener auch Co-Trainer der niederländischen Damen-Nationalmannschaft war. Zudem verpflichtete der Club den polnischen Rückraum- und Erstligaspieler Hubert Kornecki, der künftig das Spiel lenken und von der Mittelaufbau-Position auch für mehr Torgefahr sorgen soll.

Mehr Tempo

„Zum Glück hatten wir vier Wochen Vorbereitung“, sagt Neu-Coach Portengen. Er hatte somit zumindest ein wenig Zeit, um der Mannschaft in der WM-Pause seine Handball-Philosophie zu vermitteln. Seine zentralen Forderungen: „mehr Tempo-Handball“ sowie „Kompaktheit in der Deckung“.

In den drei Testspielen, die Emsdetten bestritt, waren erste gute Ansätze zu sehen. Bei der 33:35-Niederlage bei Erstligist TBV Lemgo-Lippe funktionierte das Tempo-Spiel schon sehr ordentlich. Beim 31:28-Erfolg in eigener Halle über den Zweitliga-Konkurrenten Wilhelmshavener HV knüpfte der TVE da noch mal an. Wie es noch deutlich besser geht, zeigte zuletzt TuSEM Essen beim 42:28-Erfolg und 19 Toren via Tempo-Handball. „Gut, dass uns das jetzt und nicht im ersten Punktspiel passiert ist“, kommentierte Portengen die 14-Tore-Rutsche beim Bundesligisten.

An diesem Samstag wird es nun ernst für Portengen. Im Heimspiel gegen den TV Hüttenberg, das um 19 Uhr beginnt, zählt für das Schlusslicht natürlich nur ein Erfolg. Er würde die Hoffnung schüren, den drohenden Abstieg mit einer Aufholjagd doch noch abwenden zu können.

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