Springreiten
Chance für Blum: Noch zwei Runden bis zum WM-Gold

Als Führende reitet Simone Blum bei der WM in den USA ins Einzel-Finale. Mit Alice hat die Springreiterin ein Weltklasspferd unter dem Sattel.

Sonntag, 23.09.2018, 07:34 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 23.09.2018, 07:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 23.09.2018, 07:34 Uhr
Simone Blum auf DSP Alice freut sich nach ihrem Ritt und hat vor den letzten zwei Runden die große Chance auf WM-Gold.
Simone Blum auf DSP Alice freut sich nach ihrem Ritt und hat vor den letzten zwei Runden die große Chance auf WM-Gold. Foto: Stefan Lafrentz

Tryon (dpa) - Noch zwei fehlerfreie Runden - dann ist Simone Blum Weltmeisterin. Die 29 Jahre alte Springreiterin kann heute in den USA Gold gewinnen.

Blum und ihre Stute Alice sind das einzige Paar, das in den bisherigen drei Runden keinen Fehler gemacht hat und liegt in Tryon damit auf Platz eins. «Hoffentlich bleibt das so», sagte die Reiterin, die im bayrischen Zolling zu Hause ist.

2,47 Strafpunkte hat Blum auf ihrem Konto. Zweiter ist der für Österreich startende Deutsche Max Kühner mit Chardonay (2,97). Auf Platz drei liegt der Schweizer Martin Fuchs mit Clooney (4,68).

Die anderen beiden deutsche Paare im Finale sind Marcus Ehning (Borken), der mit Pret A Tout (8,37) als Zwölfter in die Schlussrunden geht, und Laura Klaphake (Mühlen), die mit Catch Me If You Can (11,25) als Nummer 22 weit von den Medaillenrängen entfernt ist.

«Ich hoffe, wir haben jetzt auch am Sonntag Glück», sagte Blum zu ihren Aussichten für das Finale. «Eigentlich bin ich nervenstark.» Das könne man nicht lernen, meinte sie. Sie weiß aber, dass sich ihre Ausgangsposition als Führende geändert hat: «Natürlich ist Druck da.»

Dass ihr Pferd überfordert sein könnte, glaubt sie nicht. «Je höher ein Springen ist, desto mehr Freude hat sie daran», sagte sie über die elfjährige Stute, die sie innerhalb eines Jahres in die Weltspitze getragen hat. «Das Rundum-Paket stimmt bei ihr.»

Eine Medaille hat die WM-Debütantin auf jeden Fall schon sicher, das Bronze aus dem Team-Wettbewerb. «Ein Fehler weniger - und wir hätten sogar Gold gehabt», sagte sie: «Aber jetzt sind wir erstmal glücklich über Bronze.»

Überzeugt von Blum ist auch der Präsident der Deutschen Reitlerichen Vereinigung. Breido Graf zu Rantzau sagte: «Die macht ihr Ding.» Rantzau ist begeistert von dem neuen Top-Paar, das vor einem Jahr bei der EM noch die Reserve war: «Das Pferd ist unglaublich, und die Reiterin macht es immer besser.»

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