14. Etappe
Das bringt der Tag bei der Tour de France

Geht die französische Radsport-Party auch im Hochgebirge weiter? Julian Alaphilippe fährt bereits den neunten Tag im Gelben Trikot. Beim Anstieg zum Tourmalet dürfte Titelverteidiger Thomas einen Angriff starten. Die deutschen Fans schauen auf Buchmann.

Samstag, 20.07.2019, 04:46 Uhr aktualisiert: 20.07.2019, 04:48 Uhr
Julian Alaphilippe ist der Spitzenreiter der Tour de France.
Julian Alaphilippe ist der Spitzenreiter der Tour de France. Foto: David Stockman

Pau (dpa) - Jetzt wird es ernst bei der 106. Tour de France. Heute (13.00 Uhr/ARD und Eurosport) geht es hinauf zum Mythos Tourmalet.

«Das ist eine der entscheidenden Etappen der Tour de France», sagt der deutsche Hoffnungsträger Emanuel Buchmann, der auf dem sechsten Platz der Gesamtwertung liegt. In Gelb fährt weiter Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe. Kann er das Trikot auch im Hochgebirge verteidigen?

ETAPPE: Das Ziel der 14. Etappe liegt auf dem 2115 Meter hohen Col du Tourmalet. Über 19 Kilometer geht es im Schnitt 7,4 Prozent hinauf. Der Riese der Pyrenäen gehört fast jedes Jahr zum Tour-Programm, aber nur selten ist er auch Zielort einer Etappe. Zur Einstimmung auf die Kletterpartie wartet zur Hälfte der 117,5 Kilometer langen Etappe noch der Col du Soulor, mit 1474 Metern Höhe ein Berg der ersten Kategorie.

FAVORITEN: In der Vergangenheit war es meist so, dass das Team Ineos um Titelverteidiger Geraint Thomas oder dessen Vorgänger Chris Froome bereits bei der ersten Bergankunft im Hochgebirge die Vorentscheidung gesucht hat. Thomas und dessen Co-Kapitän Egan Bernal zählen daher auch zu den Favoriten auf den Tagessieg. Auch der kolumbianische Kletterer Nairo Quintana muss allmählich Zeit aufholen, will er noch ein Wort im Kampf um den Gesamtsieg mitreden.

GELBES TRIKOT: Julian Alaphilippe ist ein Phänomen. 1:26 Minuten liegt Frankreichs Superstar bereits vor Thomas. «Am Tourmalet wird es hart, aber ich werde alles geben», sagte Alaphilippe, dem inzwischen alles zuzutrauen ist. Schon im Zeitfahren war damit gerechnet worden, dass er gegen Thomas verliert. Doch es kam genauso anders herum.

DEUTSCHE: Ob auf den kniffligen Windkanten-Etappen, in den Bergen oder im Zeitfahren - Emanuel Buchmann hat bisher alle Hürden gemeistert. Mit 3:04 Minuten Rückstand liegt er im Gesamtklassement auf Rang sechs. Und nun ist das Leichtgewicht eigentlich in seinem Metier. Mit 62 Kilogramm ist Buchmann im Hochgebirge besonders gern unterwegs. Auf seinen Helfer Maximilian Schachmann muss er aber verzichten. Der deutsche Meister erlitt am Freitag einen Mittelhandbruch.

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