Nach bitteren Pleiten
Bambergs Hoffnung in der Euroleague: «Wind wird sich drehen»

An bittere Niederlagen in den letzten Sekunden hat sich Brose Bamberg in der Euroleague-Saison mittlerweile gewöhnt. Jetzt soll endlich die Wende her bei den unglücklichen Franken - in Tel Aviv wartet aber schon wieder ein ganz harter Brocken auf die Trinchieri-Truppe.

Dienstag, 06.12.2016, 11:36 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 06.12.2016, 11:33 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 06.12.2016, 11:36 Uhr
Bambergs Fabien Causeur äußerte sich trotz der vergangenen Euroleague-Pleiten optimistisch.
Bambergs Fabien Causeur äußerte sich trotz der vergangenen Euroleague-Pleiten optimistisch. Foto: Daniel Karmann

Tel Aviv (dpa) - Der deutsche Basketball-Meister Brose Bamberg sehnt sich nach dem Ende der frustrierenden Last-Minute-Niederlagenserie in der Euroleague.

«Der Wind wird sich drehen», meinte Trainer Andrea Trinchieri , «wir wissen nur nicht wann». Am besten beim Gastspiel bei Maccabi Tel Aviv am Mittwoch (18.45 Uhr), wenn die Franken ihre jüngsten Rückschläge in der europäischen Königsklasse vergessen und endlich wieder einen Erfolg feiern wollen. «Wir sind eine psychisch starke Mannschaft, die Niederlagen, seien sie auch noch so bitter, wegsteckt», sagte Spielmacher Fabien Causeur. «Jetzt ist es an uns, uns endlich einmal für die gute Arbeit zu belohnen.»

Bittere Pleiten hatte die Mannschaft in der Saison zuhauf erlebt und allein fünf Partien mit dem letzten Wurf verloren. Vor allem der in der Schlusssekunde verpasste Coup gegen Top-Favorit ZSKA  Moskau in der Vorwoche ist beim deutschen Serienchampion nicht vergessen. «Ein Spiel gegen Moskau kann ein Team töten», sagte Trinchieri gewohnt bildgewaltig. «Für uns war es zumindest schmerzvoll. Aber es ist kein Raum für Trauer.» Nun geht es darum, das Tabellenende zu verlassen.

Lange hadern kann der deutsche Basketball-Primus ohnehin nicht, die Doppelbelastung in Bundesliga und Euroleague mit am Saisonende wohl bis zu 80 Spielen lässt dafür kaum Zeit. «Körperlich verkraften wir das gerade noch, aber mental ist es schwierig», erzählte Trinchieri Anfang dieser Woche bei einem Kamingespräch in Bamberg.

Dem kleinsten Standort in der mit Teams aus Millionen-Metropolen gespickten Euroleague bleibt nichts anderes übrig, als es immer wieder aufs Neue zu versuchen. «Am Ende sind es Kleinigkeiten, die uns fehlen», meinte der Trainer. «Diese Kleinigkeiten müssen wir lernen.»

Die Wende soll in Israel her - und das wird bei dem Gegner schwer genug. Der Euroleague-Sieger von 2014 hat eine Bilanz von fünf Siegen und fünf Niederlagen. Herausragender Akteur ist Andrew Goudelock, mit 16 Punkten im Schnitt der fünftbeste Scorer der Liga. Unter dem Korb holt unter anderem Nationalspieler Maik Zirbes die Rebounds.

«Es wird ein schweres Spiel werden», sagte Causeur. «Vor allem in heimischer Halle, vor ihren eigenen, lautstarken Fans sind sie kaum zu bezwingen. Wir müssen da ansetzen, wo wir in der zweiten Halbzeit gegen Moskau aufgehört haben. Am Ende haben uns nur Details gefehlt. Daran haben wir gearbeitet und sind nun bereit für Maccabi.»

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