Grand Slam in Melbourne
Australian Open: Federer übersteht ersten Test

Am Ende siegt Roger Federer in drei Sätzen, doch für seinen Drittrunden-Einzug bei den Australian Open muss sich der Titelverteidiger ganz schön strecken. Auch die Vorjahressiegerin kommt weiter, eine Überraschung gibt es trotzdem.

Mittwoch, 16.01.2019, 13:06 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 13:10 Uhr
Roger Federer hat sich bei den Australian Open in die dritte Runde gekämpft.
Roger Federer hat sich bei den Australian Open in die dritte Runde gekämpft. Foto: Lukas Coch

Melbourne (dpa) - Titelverteidiger Roger Federer hat die erste Prüfung bei den diesjährigen Australian Open überstanden und die dritte Runde erreicht.

Der langjährige Tennis-Weltranglisten-Erste bezwang den starken Briten Daniel Evans in Melbourne mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:3), 6:3. Evans ist zwar nur 189. der Weltrangliste und musste durch die Qualifikation, war vor einer Dopingsperre aber schon die Nummer 41 der Welt und Davis-Cup-Sieger.

Federer lobte nach der 2:35 Stunden langen Partie zurecht seinen Kontrahenten, der ihm einiges abverlangte. Mit seiner eigenen Leistung war der 37-Jährige zufrieden. «Ich denke, dass ich gut gespielt habe», sagte Federer. «Wenn ich den zweiten Satz eher zugemacht hätte, wäre es vielleicht einfacher gewesen.» Evans wehrte dort bei einem 3:5-Rückstand zwei Satzbälle ab und schaffte danach das Rebreak, ehe er auch den zweiten Tiebreak verlor. Im ersten führte er bereits 5:3 und half Federer dann mit zwei Volleyfehlern.

Mit einem siebten Triumph wäre Federer alleiniger Rekordsieger in Australien und würde seinen 100. Turniersieg und seinen 21. Grand-Slam-Titel holen. Auch in der Bilanz bei den vier wichtigsten Turnieren ist er Rekordhalter.

Auch Mitfavorit Rafael Nadal hat die dritte Runde bei den Australian Open erreicht. Der einstige Tennis-Weltranglisten-Erste aus Spanien schlug den Australier Matthew Ebden 6:3, 6:2, 6:2. Der 32-jährige Nadal hatte das erste Grand-Slam-Turnier der Saison vor zehn Jahren gewonnen.

Vorjahresfinalist Marin Cilic hatte noch mehr Mühe als Federer. Der Kroate gewann aber schließlich 7:5, 6:7 (9:11), 6:4, 6:4 gegen Mackenzie McDonald aus den USA. Mit dem Aus des letztjährigen Wimbledonfinalisten Kevin Anderson aus Südafrika gab es dennoch die erste Überraschung. Der Weltranglisten-Sechste unterlag dem aufstrebenden Amerikaner Frances Tiafoe 6:4, 4:6, 4:6, 5:7.

Titelverteidigerin Caroline Wozniacki aus Dänemark erreichte mit 6:1, 6:3 gegen die Schwedin Johanna Larsson dagegen sicher die Runde der letzten 32. Auch die ehemalige US-Open-Siegerin Sloane Stephens steht in der dritten Runde. Die Nummer fünf der Tennis-Weltrangliste siegte 6:3, 6:1 gegen Timea Babos aus Ungarn. Stephens erreichte im vorigen Jahr das Endspiel der French Open und bereits 2013 das Halbfinale der Australian Open. Zu Juniorenzeiten holte die 25-Jährige gemeinsam mit Babos 2010 die Doppel-Titel bei den French Open, in Wimbledon und bei den US Open.

Die Weltranglisten-Neunte Kiki Bertens aus den Niederlanden scheiterte dagegen frühzeitig mit 6:3, 3:6, 3:6 an der Russin Anastassija Pawljutschenkowa.

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