US Open
Becker: «Verrücktes Turnier mit einem verrückten Sieger»

New York (dpa) - Nach dem Skandal bei den US Open traut Tennis-Ikone Boris Becker auch dem deutschen Spitzenspieler Alexander Zverev den Titel zu. Ein klarer Favorit sei nach der Disqualifikation des serbischen Topfavoriten Novak Djokovic aber nicht auszumachen.

Montag, 07.09.2020, 16:51 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 16:54 Uhr
Sieht nach der Disqualifizierung von Favorit Novak Djokovic die Chancen von Alexander Zverev bei den US Open steigen: Experte Boris Becker.
Sieht nach der Disqualifizierung von Favorit Novak Djokovic die Chancen von Alexander Zverev bei den US Open steigen: Experte Boris Becker. Foto: Sven Hoppe

«Dies wird ein verrücktes Turnier mit einem verrückten Sieger», sagte der Eurosport-Experte (52) und meinte mit Blick auf den Hamburger Viertelfinalisten Zverev: «Es ist sicher eine Chance für ihn, aber es ist eine Chance für jeden, der noch übrig ist im Turnier. Er wird noch viele Chancen haben, einen Grand Slam zu gewinnen, er könnte hier bei den US Open anfangen.»

Nach Meinung des dreimaligen Wimbledonsiegers steigt jetzt aber auch der Druck. «Es kann nervenaufreibend sein, diese einmalige Chance zu haben. Wir müssen sehen, wer damit am besten umgehen kann», sagte Becker: «Ich kann keinen speziellen Namen nennen.»

Djokovic hatte in seinem Achtelfinale in New York gegen den Spanier Pablo Carreno Busta nach einem verlorenen Aufschlagspiel im ersten Satz wütend einen Ball weggeschlagen und dabei eine Linienrichterin getroffen. Zwar hatte Djokovic den Ball nicht mit Absicht in Richtung der Linienrichterin geschlagen, sie ging aber zu Boden und hatte danach sichtlich Probleme mit der Atmung.

Der Weltranglisten-Siebte Zverev ist im Einzel der einzige verbliebene deutsche Teilnehmer und kämpft am Dienstag gegen den Kroaten Borna Coric um den Einzug ins Halbfinale von New York.

© dpa-infocom, dpa:200907-99-465690/2

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