Sonstige
Tiefschlag für ALBA - Pesic triumphiert in der Heimat

Es sieht nicht gut aus für ALBA Berlin. Schon am Sonntag kann die Saison für die Berliner zu Ende sein. Im Playoff-Viertelfinale spricht alles für Bayern München und dessen Trainer-Fuchs Pesic.

Donnerstag, 09.05.2013, 12:48 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.05.2013, 12:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 09.05.2013, 12:48 Uhr

Berlin (dpa) - Svetislav Pesic gab sich betont sachlich. Keine Spur von überschäumender Freude oder gar Genugtuung, dabei hatte der Serbe gerade den wohl wichtigsten Sieg seiner bisherigen Amtszeit als Coach von Bayern München gefeiert.

Mit 79:73 setzten sich die Bayern in Pesics Heimatstadt Berlin gegen ALBA durch und können den Einzug ins Playoff-Halbfinale der Basketball-Bundesliga damit bereits am Sonntag perfekt machen.

Die Berliner stehen nach der ersten Heimniederlage gegen die Münchner dagegen vor einem Scherbenhaufen. Wie im Vorjahr könnte die Saison für den achtmaligen Champion bereits nach dem Viertelfinale zu Ende sein - ein Schreckensszenario für den stolzen und ambitionierten Club aus der Hauptstadt.

Doch nach den 40 hochintensiven, wenn auch nicht hochklassigen Minuten in der o2 World am Mittwochabend spricht fast nichts mehr für den Pokalsieger. ALBA-Coach Sasa Obradovic blieben nach dem Tiefschlag lediglich Durchhalteparolen. «Noch ist nichts vorbei, wir fahren nach München , um zu gewinnen», sagte der Serbe nach der nächsten Niederlage gegen seinen Ziehvater Pesic. «Wir haben gekämpft und alles gegeben. Wenn wir so in München spielen, dann haben wir gute Chancen.»

Allerdings halten Pesic und die Bayern jetzt alle Trümpfe in der Hand. Das Ergebnis spielte die Kräfteverhältnisse auch nur unzureichend wieder. Rund drei Minuten vor dem Ende lagen die Gäste mit 14 Punkten vorne, ehe es noch einmal eng wurde. «ALBA hat es uns nicht leicht gemacht», sagte Pesic zwar nach der Partie - doch das war mehr eine Höflichkeitsfloskel.

Der größte Unterschied zwischen den beiden Topteams lag auf der Position des Point Guards. Während auf Berliner Seite weder DaShaun Wood noch Heiko Schaffartzik oder Je'Kel Foster dem Spiel Konturen geben konnten, brillierte auf Münchner Seite Tyrese Rice nicht nur wegen seiner 21 Punkte. «Wir können viel aus diesem Spiel mitnehmen, um auch das dritte Spiel in München zu gewinnen», sagte Pesic.

Mit einem guten Gefühl begab sich auch ratiopharm Ulm auf den Heimweg. Vor allem Aufbauspieler Per Günther konnte zufrieden sein, hatte der Nationalspieler den Vizemeister doch fast alleine zum 90:85 bei den Artland Dragons geführt. Mit 35 Punkten stellte der kleine Point Guard einen persönlichen Rekord auf.

«Ich ziehe meinen Hut vor Per Günther, der ein fantastisches Spiel gemacht hat», sagte Quakenbrücks Trainer Stefan Koch. Schon an diesem Samstag können die Ulmer daheim alles klar machen. «Unser Ziel war es, nicht noch einmal nach Quakenbrück kommen zu müssen, dabei bleibt es auch», sagte Ulms Trainer Thosten Leibenath.

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