Corona-Pandemie
DOSB-Boss Hörmann: «Machen uns um jede Sportart Sorgen»

Berlin (dpa) - DOSB-Chef Alfons Hörmann sieht den gesamten deutschen Sport angesichts der Corona-Pandemie in der Krise.

Mittwoch, 08.04.2020, 15:16 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 15:20 Uhr
Bereitet die Corona-Krise große Sorgen: DOSB-Boss Alfons Hörmann.
Bereitet die Corona-Krise große Sorgen: DOSB-Boss Alfons Hörmann. Foto: Frank Rumpenhorst

«Das mag jetzt hart klingen, aber es gibt aktuell keine Sportart, um die wir uns nicht sorgen. Jeder hat auf seine Art und Weise Probleme», sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes in einem Interview des Magazins «Sponsors».

«Einige Sportarten standen am Ende der Saison, andere am Anfang. Insgesamt kann man aber zum jetzigen Zeitpunkt nur schlecht segmentieren, welche Sportarten besonders stark und welche nur bedingt von der Krise betroffen sind», meinte Hörmann und betonte: «Corona hinterlässt überall tiefe und nachhaltige Spuren.»

Sportdeutschland sei momentan ein Ebenbild des gesamten Landes. Alle Einschränkungen, die es aktuell gebe, «sorgen dafür, dass Sportdeutschland aktuell quasi bewegungslos auf den Tag wartet, an dem wieder Aktivitäten möglich sind», meinte der DOSB-Chef.

Es sei «sehr erfreulich, dass es unzählige Rettungsschirme gibt, über die national diskutiert wird», meinte Hörmann. Die Politik habe sich auf Bundesebene «sehr konstruktiv» gezeigt, würdigte der 59 Jahre alte Politiker und Unternehmer.

«Beispielsweise steht die Zusage, dass die Mittel, die für die Olympia-Entsendung nach Tokio in diesem Jahr nötig gewesen wären oder sonstige für den Leistungssport reservierte Töpfe, die nun nicht ausgegeben werden können, für andere Notmaßnahmen umgewidmet werden», sagte Hörmann. «Nicht zuletzt gibt es auch klare Signale aus der Sportpolitik und der Haushaltspolitik, dass, wenn sich die Krise so weiterentwickelt, das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.»

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