Coronavirus-Pandemie
Sporthilfe: Nur «vereinzelt Engpässe» bei Spitzensportlern

Berlin (dpa) - Nur wenige Spitzensportler haben sich in der Corona-Zwangspause mit finanziellen Problemen an die Deutsche Sporthilfe gewendet.

Mittwoch, 03.06.2020, 11:30 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 11:34 Uhr
Seit 1. April neuer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe: Thomas Berlemann.
Seit 1. April neuer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe: Thomas Berlemann. Foto: Oliver Berg

Es habe nur «vereinzelt Engpässe und Notfälle» gegeben, sagte der neue Sporthilfe-Vorstandschef Thomas Berlemann in einem Interview des Fachmagazins «Sponsors». Diese Nöte seien aus seiner Sicht «noch überschaubar». Berlemann rechnet daher damit, dass die Athleten «aktuell noch keine großen Einbußen» durch den weitgehenden Stillstand des Sportbetriebs verzeichnen müssen.

Die Sporthilfe habe den von ihr geförderten 4000 Athleten frühzeitig signalisiert, dass die Unterstützung auch in der Corona-Krise gewährleistet bleibe. Dies habe «hohe Planungssicherheit» für die Sportler ermöglicht. Auch die Partner-Unternehmen der Sporthilfe würden demnach zu ihren Zusagen stehen. «Wir haben langfristige Verträge, an die unsere Partner genau wie auch wir uns halten werden», sagte Berlemann. Die Förderung von Sportlern dürfe keinen Schwankungen unterliegen.

In der aktuellen Situation spüre er ein «Zusammenrücken in der Sportfamilie», sagte Berlemann. Der Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga habe für den Spitzen- und Breitensport eine «hohe Relevanz», weil dadurch der Weg auch für andere Sportler zu einem Neustart geebnet worden sei. Daher könne man «als Sportgemeinde der DFL sehr dankbar sein für diesen mutigen und nicht risikoarmen Schritt», sagte Berlemann.

Der frühere Telekom-Manager hatte zum 1. April die Nachfolge von Michael Ilgner an der Spitze der Sporthilfe angetreten. Er war in seiner Zeit als Wasserball-Nationalspieler auch selbst von der Sporthilfe gefördert worden.

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