Wada-Präsident
Banka begrüßt Diack-Urteil als «Sieg für die Athleten»

Montreal (dpa) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat die Entscheidung eines Pariser Gerichts, den früheren Leichtathletik-Weltpräsidenten Lamine Diack und fünf weitere Angeklagte wegen des Vorwurfs der Korruption zu verurteilen, begrüßt.

Donnerstag, 17.09.2020, 03:35 Uhr aktualisiert: 17.09.2020, 03:38 Uhr
Wada-Präsident Witold Banka begrüßt das Urteil gegen Lamine Diack und weitere Angeklagte.
Wada-Präsident Witold Banka begrüßt das Urteil gegen Lamine Diack und weitere Angeklagte. Foto: Andrzej Grygiel

«Dies ist ein Sieg für die Athleten und für einen sauberen Sport. Es zeigt, dass niemand über dem Gesetz steht», sagte Wada-Präsident Witold Banka.

Es sei «besonders ermutigend, wenn die Korruption im Sport von den Strafrechtssystemen auf der ganzen Welt ernst genommen wird. Die französischen Behörden sind für ihren Fleiß und ihr Engagement zu beglückwünschen.»

Der 87-jährige aus dem Senegal stammende Lamine Diack war zu vier Jahren Haft verurteilt worden, von denen zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurden. Zudem muss er eine Geldstrafe von 500 000 Euro zahlen. Hinzu kommt die Zahlung mehrerer Millionen Euro Schadenersatz an den Leichtathletik-Weltverband IAAF durch Diack und die weiteren Angeklagten. Ob Diack wirklich in Haft kommt, ist offen: Aufgrund seines Gesundheitszustands kann er laut Urteil eine bedingte Haftentlassung beantragen.

Im Rahmen des Urteils wurden laut einer Mitteilung der Wada Kosten und Schadenersatz für Untersuchungen in diesem Fall in Höhe von mehr als 300 000 Euro zugesprochen. «Es ist für uns besonders erfreulich, dass alle Fakten, die wir den französischen Ermittlern zur Verfügung gestellt haben, durch die Entscheidung des Gerichts bestätigt wurden», sagte Wada-Generaldirektor Olivier Niggli.

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