Olympische Winterspiele
IOC veranlasst weitere Doping-Nachtests für Sotschi 2014

Lausanne (dpa) - Das Internationale Olympische Komitee hat umfangreiche Nachtests der Doping-Proben der Winterspiele 2014 in Sotschi veranlasst.

Mittwoch, 09.12.2020, 15:25 Uhr aktualisiert: 09.12.2020, 15:28 Uhr
Die Winterspiele 2014 waren von der Manipulation von Doping-Tests russischer Starter überschattet worden.
Die Winterspiele 2014 waren von der Manipulation von Doping-Tests russischer Starter überschattet worden. Foto: Daniel Karmann

Beauftragt wurde mit der Untersuchung die Internationale Test-Agentur (ITA), teilte diese selbst mit. Es sollen mehr als die Hälfte aller Proben der Sotschi-Spiele erneut analysiert werden. Ziel sei es, die Analysen und die daraus sich ergebenden Fälle vor den Winterspielen vom 4. bis 20. Februar 2022 in Peking abzuschließen.

Die Sotschi-Spiele waren von der Manipulation von Doping-Tests russischer Starter überschattet worden. Mit Hilfe unter anderem des Inlandgeheimdienstes des Landes wurden Proben ausgetauscht und so Doping-Fälle verhindert.

Das IOC hatte 2018 das unabhängige Management seines gesamten Anti-Doping-Programms an die ITA delegiert, hieß es in der Mitteilung. Die Nachtests der Proben der Sommerspiele 2008 in Peking und 2012 in London hätten bisher zu mehr als 130 Verstößen gegen Anti-Doping-Regeln geführt.

Nach den Manipulationen in Sotschi lasse das IOC bereits seit 2016 Hunderte von Proben von russischen Athleten erneut überprüfen. Das Nachtestprogramm werde nun auf alle Nationen und Sportarten ausgedehnt. Im Kontroll-Labor in Lausanne sollen die ausgewählten Proben bis Mitte 2021 untersucht werden, hieß es weiter.

© dpa-infocom, dpa:201209-99-630337/2

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