Biathlon-Rekordweltmeisterin
Neuner zu Krise: Keine hundertprozentige Überzeugung

Hochfilzen (dpa) - Mangelndes Selbstbewusstsein ist für Magdalena Neuner einer der Gründe für die momentan schwachen Darbietungen der deutschen Biathletinnen.

Sonntag, 15.12.2019, 06:52 Uhr aktualisiert: 15.12.2019, 06:54 Uhr
Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner spürt bei den deutschen Biathletinnen Unsicherheit.
Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner spürt bei den deutschen Biathletinnen Unsicherheit. Foto: Sven Hoppe

«Für mich fehlt so ein bisschen die hundertprozentige Überzeugung, dass ich es auch kann», sagte die Rekordweltmeisterin der Deutschen Presse-Agentur. «Ich merke bei jeder Sportlerin so eine Unsicherheit irgendwie», meinte die 32-Jährige. Auch läuferisch sei die Damen-Mannschaft bis auf Denise Herrmann «im Moment echt weit weg».

Doch auch Weltmeisterin Herrmann, die «eigentlich wirklich eine Topsportlerin ist», hadere mit sich und sei unsicher», sagte Neuner. Die zweimalige Olympiasiegerin ist beim Weltcup in Hochfilzen als Expertin für die ARD dabei. Die deutschen Skijägerinnen waren am Freitag im Sprint-Wettkampf und am Samstag als Staffel-Zwölfte so schlecht wie noch nie im Weltcup unterwegs.

Sie habe aber zu wenig Einblick, «um wirklich wissen zu können, woran es liegt», sagte sie. «Es sollte sich aber bitte ganz schnell ändern - und irgendwas sollte passieren», meinte Neuner. «Woran es liegt, können wahrscheinlich nur die Trainer beantworten. Oder auch die Sportler selber.»

Eine Diskussion über die Damen-Trainer Kristian Mehringer und Florian Steirer findet die zweimalige Olympiasiegerin jedoch völlig unangebracht. «Wir haben gesehen, dass sie die letzten Jahre einen guten Job gemacht haben.» Die beiden Damen-Trainer würden sich ganz schön viele Gedanken machen, seien selbstkritisch und würden sich bestimmt auch immer wieder hinterfragen. «Die setzen sich jetzt nicht nur hin und lassen sich feiern, wenn es gut läuft.»

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