Absurde Mördersuche
«Der schlaflose Cheng» von Heinrich Steinfest

In der Krimigroteske will der österreichische Detektiv, den alle für einen Chinesen halten, den wirklichen Möder eines britischen Schauspielers finden.

Dienstag, 16.04.2019, 18:09 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 18:12 Uhr

Berlin (dpa) - Einen höchst ungewöhnlichen Detektiv hat sich Heinrich Steinfest in der Figur des Cheng ausgedacht. Nach einigen Jahren Pause hat der Österreicher, den alle für einen Chinesen halten, wieder einen neuen Fall zu lösen.

In einem Hotel auf Mallorca trifft der Detektiv, der vor einigen Jahren einen Arm verlor und der stets von seinem toten Hund begleitet wird, den alle sehen außer Cheng selbst, einen Synchronsprecher. Dieser ist seit vielen Jahren die deutsche Stimme eines berühmten englischen Schauspielers und freut sich darauf, den Briten persönlich kennenzulernen. Bald darauf erfährt Cheng, dass der Schauspieler tot ist und der Synchronsprecher als sein Mörder verurteilt wurde.

Die Tochter des Synchronsprechers engagiert den Privatdetektiv, damit dieser die Unschuld ihres Vaters nachweise. Für Cheng beginnt so eine abenteuerliche Reise, die ihn nach London, Wien, Island und andere Schauplätze führt. Dabei spart Steinfest nicht mit abenteuerlichen Wendungen und aberwitzigen Details. «Der schlaflose Cheng» ist eine sehr unterhaltsame Krimigroteske, die sich zu keinem Zeitpunkt ernst nimmt.

- Heinrich Steinfest: Der schlaflose Cheng. Piper Verlag, München, 283 Seiten, 16,00 Euro, ISBN 978-3-492-06148-3.

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