«Identität 1142»
Kurzkrimis von etablierten und Amateur-Autoren

Der Bestseller-Autor Sebastian Fitzek hatte die Idee: Wer immer sich berufen fühlte, sollte den Lockdown zum Schreiben nutzen. 1142 Autorinnen und Autoren reichten ihre Geschichten ein.

Dienstag, 05.01.2021, 09:56 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 09:58 Uhr
Sebastian Fitzek rief zum Schreiben auf.
Sebastian Fitzek rief zum Schreiben auf. Foto: Britta Pedersen

Berlin (dpa) - Die Einschränkungen der Kontaktmöglichkeiten im vergangenen Frühjahr brachten vielen Menschen jede Menge Freizeit, die kreativ gefüllt werden konnte. Viele Autoren nutzten die Gelegenheit, um ungestört zu schreiben.

Der Bestseller-Autor Sebastian Fitzek hatte die Idee für einen Wettbewerb mit Geschichten, die in dieser Zeit entstanden sind. Und einen guten Zweck erfüllten.

Unter dem Hashtag #wirschreibenzuhause konnten alle, die wollten, kurze Geschichten einreichen. Eine prominent besetzte Jury würde die Gewinner bestimmen, deren Geschichten veröffentlicht werden sollten. Für die Krimis gab es ein paar Vorgaben. Die Geschichten sollten unter dem Thema «Identität» stehen. Die Hauptfigur sollte ein fremdes Handy finden, auf dem Fotos von ihr gespeichert sind, und sie sollte ein dunkles Geheimnis haben, unter dem der Gegenspieler bis in die Gegenwart leidet und für das er sich rächen will.

Die Resonanz auf Fitzeks Aufruf war enorm. Insgesamt 1142 Geschichten wurden für den Wettbewerb eingereicht, denen die Jury teilweise sehr gute Qualität bescheinigte. Die Gewinner-Geschichten sind nun als Buch veröffentlicht worden, angesichts des Oberthemas und der Anzahl der eingereichten Texte mit dem passenden Titel «Identität 1142».

Die inhaltlichen Vorgaben erwiesen sich dabei keinesfalls als einengend für die Kreativität der Autoren. Sei es die blutige Rache für eine leichtfertig ausgelöste Tragödie oder der Denkzettel für nerviges Verhalten - die Autoren haben sich zahlreiche Variationen einfallen lassen, eine spannende Geschichten zu entwerfen.

Insgesamt 23 Kurzkrimis hat Sebastian Fitzek für das Buch zusammengestellt. Die Wettbewerbsgewinner werden ergänzt durch Beiträge etablierter Autoren wie Ursula Poznanski, Charlotte Link, Frank Schätzing und Romy Hausmann. Auch in ihren Geschichten steht das Thema Identität im Mittelpunkt.

«Identität 1142» enthält wie jede Anthologie eine große Bandbreite an Inhalten, Herangehensweisen und Stilen. Die Sammlung bietet die Gelegenheit, neue Schriftsteller kennenzulernen und neue Kurztexte bekannter Krimiautoren zu lesen.

Wer das Buch kauft, tut zudem etwas Gutes. Autoren, Verlage und Produzenten haben auf Honorare und Einnahmen verzichtet, so dass der Droemer Verlag, in dem das Buch erschienen ist, alle Gewinne an das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels geben kann.

- Sebastian Fitzek (Hg.): Identität 1142. 23 Quarantäne Kurzkrimis. Droemer Verlag, München, 368 Seiten, Euro 20,00, ISBN 978-3-426-28266-3.

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