Auszeichnung
Roland-Filmpreis für «Spuren des Bösen» und Matthias Brandt

Nicht nur einer, gleich zwei Roland-Filmpreise werden in diesem Jahr verliehen. «Es ist für beide jetzt genau der richtige Zeitpunkt», findet Regierungschefin Dreyer. Die Preisträger wollen persönlich zum Festival «Tatort Eifel» nach Daun kommen.

Mittwoch, 14.06.2017, 15:13 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.06.2017, 15:13 Uhr
Heino Ferch spielt in «Spuren des Bösen» einen Kriminalpsychologen.
Heino Ferch spielt in «Spuren des Bösen» einen Kriminalpsychologen. Foto: Petro Domenigg

Mainz (dpa) - Die Krimireihe «Spuren des Bösen» und der Schauspieler Matthias Brandt erhalten in diesem Jahr jeweils den undotierten Roland-Filmpreis des Krimi-Festivals «Tatort Eifel».

Verliehen werden die Auszeichnungen am 23. September beim Treffen der deutschen Krimibranche in Daun im Herzen der Eifel. Lesungen, Filmpremieren und Talkrunden sollen wieder Tausende Krimifans zum einwöchigen «Tatort Eifel» locken.

Die Reihe «Spuren des Bösen» (Koproduktion von ZDF und ORF) mit Heino Ferch in der Hauptrolle sei «ein in sich geschlossenes Werk von hoher inszenatorischer Dichte», sagte die Schirmherrin des Festivals, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), am Mittwoch in Mainz. Die Jury des Roland-Preises erklärte zu den sechs Folgen: Erzählt werde über Bilder, Klänge und Atmosphäre, wobei immer neue Strategien der Erzählung entwickelt würden.

Brandt wird für seine schauspielerische Leistung als Kommissar Hanns von Meuffels im Münchner «Polizeiruf 110» der ARD ausgezeichnet. Die Jury lobte sein «zurückhaltendes und trotzdem so ausdrucksstarkes Spiel». «Tatort»-Schauspieler Dietmar Bär (56) erklärte bei der Bekanntgabe der Preisträger, sein Kollege wolle leider mit dem Format aufhören - dabei mache er aus Hanns von Meuffels den Feingeist unter den Kommissaren, einen Mann mit Stil und unglaublichem Charme. «Wir von der Roland-Jury sind erklärte Fans.»

Ferch und Brandt wollten zur Verleihung kommen, sagten die Organisatoren von «Tatort Eifel». Der Roland-Preis ist nach dem Hamburger Krimiregisseur Jürgen Roland benannt und wird seit 2005 alle zwei Jahre in Form eines schwarzen, stilisierten Raben aus Blei überreicht. Zu den Geehrten gehören unter anderem die Macher des ARD-«Tatort» aus München, die WDR-Serie «Mord mit Aussicht» sowie die Schauspieler Senta Berger und Götz George.

Weitere Gäste auf dem diesjährigen Festival vom 15. bis zum 23. September sind die Schauspieler Gudrun Landgrebe (66) und Dominique Horwitz (60). Der «Tatort Eifel» sei ein «Stelldichein der Branche», sagte Dreyer. Nach eigenen Angaben ist das Festival das einzige mit einem Fachprogramm für Krimi-Produzenten. Drehbuchautoren, Senderverantwortliche, Produzenten und Filmschaffende aus der Krimiszene analysieren dabei die Trends der Branche und arbeiten an neuen Stoffen.

Im Rahmenprogramm für Zuschauer gibt es rund 30 Veranstaltungen rund um Mord und Totschlag. So wird der neue SWR-Schwarzwald-«Tatort» vor der Erstausstrahlung gezeigt. Außerdem auf dem Programm stehen eine Lesung mit Horwitz, eine Schimanski-Hommage mit «Tatort»-Erfinder Gunther Witte und Regisseur Hajo Gies sowie die Kriminalgeschichte «Tod unter Gurken» mit den Kabarettisten Kai Magnus Sting, Henning Venske und Jochen Malmsheimer. Es ist die neunte Auflage des Festivals. Vor zwei Jahren kamen rund 6500 Krimifans und etwas 200 Fachbesucher.

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