„Mein Ende. Dein Anfang“
Der Eröffnungsfilm des Filmfestivals Münster

Das „Mädchen aus Ost-Berlin“, Saskia Rosendahl, spielt hier in einem faszinierend verschachtelten Werk die Hauptrolle. Fern vom Melodram bietet dieser Film interessante Wendungen und starke Emotionen.

Donnerstag, 16.01.2020, 15:06 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 16:34 Uhr
Nora (Saskia Rosendahl) verzweifelt.
Nora (Saskia Rosendahl) verzweifelt. Foto: Telepool

Filme mit verschachtelter Erzählstruktur, in denen die Zeit­ebenen wechseln, verlangen vom Zuschauer Mitdenken und hohe Aufmerksamkeit. Nicht immer wird man belohnt, doch im Fall von Mariko Minoguchis Langfilmdebüt „Mein Ende. Dein Anfang“, der 2019 das Filmfestival Münster eröffnete, geht die Rechnung auf.

Das Schicksal der Supermarktkassiererin Nora (Saskia Rosendahl), die den geliebten Aron (Julius Feldstein) verliert und sich in den Armen eines Fremden (Edin Hazanovic) wiederfindet, mäandert wie in einer Bild gewordenen Relativitätstheorie zwischen Zufällen, surrealen Begegnungen und Unfällen und erinnert in ihrer Rückbezogenheit auf Vergangenes an Christopher Nolans „Memento“.

Hört sich wie ein Melodram an, ist aber Kino mit tiefen Emotionen, getragen von der starken Hauptdarstellerin, die zur Zeit als das „Mädchen aus Ost-Berlin“, durch „Lindenberg! Mach Dein Ding“ läuft. Alles ist halt relativ. Sehenswert.

Bewertung

3 von 5 Punkten. Läuft im Cinema.

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