„Bad Boys for Life“
Kracher mit Kabbeleien

Zwischen „Miami Vice“ und „Lethal Weapon“: Will Smith und Mike Lowrey sind wieder unterwegs. Der dritte Teil der "Bad Boys" Reihe ist eine rasante und schmissige Action-Komödie mit einigen bemerkenswerten Newcomern. 

Donnerstag, 16.01.2020, 15:10 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 15:31 Uhr
Verdammt heiß in Miami: Will Smith (l.) als Mike Lowrey und Martin Lawrence als Marcus Burnett.
Verdammt heiß in Miami: Will Smith (l.) als Mike Lowrey und Martin Lawrence als Marcus Burnett. Foto: Sony /dpa

Als Will Smith und Martin Lawrence 1995 mit „Bad Boys“ durchstarteten und dessen knalligem Mix aus rasanter Action, inkorrekten Witzen und Kabbeleien zwischen Freunden 2003 das krachende Sequel „Bad Boys 2“ folgen ließen, sagten sie augenzwinkernd dem Ernst von Michael Manns stylisher Serie „Miami Vice“ Adieu und boten Mel Gibson und Danny Glover mit ihren „Lethal Weapon“-Destruktionsorgien Paroli.

Im dritten Teil „Bad Boys for Life“ sind Smith als Mike Lowry und Lawrence als Marcus Burnett immer noch in „Dexter“-Country, merklich gealtert und haben im Polizeidienst als erfolgreiche Drogenfahnder „mehr Jahre hinter sich als vor sich“ – nicht zu vergessen die Kilos, mit denen Lawrence kämpft und den Spott, den der smarte Smith über ihn ausgießt.

Bemerkenswerte Newcomer

Der Anfang ist eine hübsche Parodie auf Teil 3 von „Lethal Weapon“, wenn Mike und Marcus in einer anscheinend echten Verfolgungsjagd im Krankenhaus landen – Marcus ist gerade Opa geworden. Was folgt, ist der übliche Mix aus Ballereien, Verfolgungen und Explosionen, die Witz und Blut koppeln und im gewohnten Schnellschnitt ablaufen.

Der stammt von Michael Bay, Regisseur der Vorgängerfilme, der in der Hochzeitsszene einen kurzen Auftritt als Zeremonienmeister hat. Als neue Action-Master inszenieren die belgischen Regisseure Adil & Fallah („Gangstas 4 Life“) die Hatz vom Hafen bis zum Helikopter, in den Smith in einer „Mission: Impossible“-Szene hechtet.

Bemerkenswert als Bösewichte sind Newcomer Jacob Scipio, der seinen Vater rächt und Smith abknallt, und Kate del Castillo als Mutter, die das Kartell so dirigiert wie Salma Hayek in „Savages“. Witzig, cool und unterhaltsam.

Bewertung

3 von 5 Punkten. Läuft im Cineplex Münster.

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