Bunter Zauber-Zinnober
„Die Wolf-Gäng“: Kinder-Fantasy

Wer „Harry Potter“ liebte, lechzt nach filmischem Nachschlag. Eine Produktion nach deutschen Romanen versucht, die Nachfolge anzutreten.

Donnerstag, 23.01.2020, 14:36 Uhr aktualisiert: 23.01.2020, 16:35 Uhr
Drei Zauberschüler: (v. l.) Faye (Johanna Schraml), Vlad (Aaron Kissiov) und Wolf (Arsseni Bultmann)
Drei Zauberschüler: (v. l.) Faye (Johanna Schraml), Vlad (Aaron Kissiov) und Wolf (Arsseni Bultmann) Foto: Sony Pictures /dpa

Seit zehn Jahren sucht die Filmbranche einen Nachfolger für die „Harry Potter“-Filme, aus Deutschland kommt nun ein weiterer Versuch – wenn auch mit deutlich geringerem Budget. Drei Zauberschüler mit persönlichen Hemmnissen müssen darin die Welt retten: ein aufgewecktes Mädel, ein rothaariger Scherzbold und ein blässlicher Typ in der Mitte.

Der Film basiert auf den „Wolf-Gäng“-Kinderromanen, die der deutsche Fantasy-Zampano Wolfgang Hohlbein in den Nullerjahren veröffentlichte. Der von Tim Trageser („Clowns“) gezielt potteresk inszenierte Film verwendet viel Zeit darauf, die Kids erst mal einzuführen: Vampir Vlad, der kein Blut sehen kann, Fee Faye, die Flugangst hat, und Werwolf Wolf, der allergisch gegen Tierhaare ist, werden als Protagonisten einer offenbar geplanten Filmreihe in Stellung gebracht.

Bewertung

„Die Wolf-Gäng“: Kinder-Fantasy von Tim Trageser mit Aaron Kissiov, Johanna Schraml, Arssseni Bultmann (1 Std. 37 Min.)

Bewertung: 2 von 5 Sternen

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Der „Fall“ um einen teuflischen Bürgermeister (Christian Berkel) läuft leider eher nebenbei ab und ist weder besonders spannend noch witzig geraten, auch die vielen anderen Erwachsenen (darunter Sonja Gerhardt und Axel Stein) spielen mit angezogener Handbremse. Ausbaufähig.

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