Debüt
«4 Blocks»-Star Kida Khodr Ramadan führt erstmals Regie

«4 Blocks» hat Kida Khodr Ramadan berühmt gemacht. Jetzt hat sich der Schauspieler als Regisseur ausprobiert. Sein Film «In Berlin wächst kein Orangenbaum» dreht sich um einen kranken Häftling.

Sonntag, 20.09.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 14:36 Uhr
Mike (Frederick Lau, l) und Nabil (Kida Khodr Ramadan) sind Gefängniskumpels.
Mike (Frederick Lau, l) und Nabil (Kida Khodr Ramadan) sind Gefängniskumpels. Foto: Tim Rosenbohm

Berlin (dpa) - Kida Khodr Ramadan ist zurück, aber mit den «4 Blocks», die ihm zum Star gemacht haben, hat sein Kinofilm «In Berlin wächst kein Orangenbaum» wenig zu tun.

Mit zusammengesackten Schultern sitzt Nabil da, die traurigen Augen ständig auf Halbmast und als sein Verteidiger im Gefängnis ihm von einer möglichen Haftentlassung erzählt, holt sich Nabil wortlos einen Zahn aus dem Gebiss. Nabil hat Krebs im Endstadium und darf deshalb nach 15 Jahren früher als geplant aus der Haft.

In der wenigen Zeit, die ihm bleibt, will er seiner Exfrau helfen, indem er ihr seinen Anteil aus dem letzten Überfall vor der Haft vermacht. Doch die hat Nabil aus dem Leben von sich und ihrer Tochter längst gestrichen - und Juju weiß nicht, wer ihr Vater ist.

«In Berlin wächst kein Orangenbaum» ist Ramadans Regiedebüt. Er ist außerdem in der Hauptrolle zu sehen; in Nebenrollen spielen Emma Drogunova, Frederick Lau, Tom Schilling und Stipe Erceg.

In Berlin wächst kein Orangenbaum, Deutschland 2020, 90 Min., von Kida Khodr Ramadan, mit Kida Khodr Ramadan, Emma Drogunova, Anna Schudt, Stipe Erceg, Frederick Lau

© dpa-infocom, dpa:200917-99-597186/4

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