Kultur
Ernst Jüngers Sammlung «Letzte Worte» =

Stuttgart (dpa) - Manche «Letzte Worte» sind weltberühmt, etwa Goethes «Mehr Licht!» oder der entsetzte Ausspruch des gemeuchelten Caesar «Auch du, mein Sohn Brutus?». Ob sie auch wahr sind, steht auf einem anderen Blatt. Zumindest aber werden sie den berühmten Personen als passender Abgang von dieser Welt zugeschrieben. In diesem Sinne faszinierten sie den Schriftsteller Ernst Jünger, der sie fleißig auf Karteikarten sammelte.

Mittwoch, 08.05.2013, 16:03 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.05.2013, 15:52 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 08.05.2013, 16:03 Uhr

Der Klett-Cotta-Verlag hat jetzt diese einzigartige Sammlung herausgebracht. Es ist ein buntes Kaleidoskop durch die Weltgeschichte des Sterbens. Erhabene Abschiedsworte finden sich darunter wie die des schottischen Dichters Sir Walter Scott : «Ich fühle, dass ich zu mir selbst zurückkehre!», aber auch Anrührend- Schlichtes. «Wie schade!», hauchte etwa Paula Modersohn-Becker, als sie im Wochenbett an einer Thrombose starb. Der Maler Moritz von Schwind wiederum zelebrierte sein Sterben mit einem Glas Sekt. Von Ernst Jünger , der 1998 mit beinahe 103 Jahren starb, sind übrigens keine letzten Worte überliefert.       

Ernst Jünger: Letzte Worte. Herausgegeben von Jörg Magenau. Klett-Cotta , Stuttgart , 248 Seiten, 22,95 Euro, ISBN 978-3-608-93949-1

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