Kultur
Frauenpower Teil zwei: Die «Girls» sind zurück

New York (dpa) – Auf den ersten Blick klingt alles sehr nach «Sex and the City»: Vier Frauen, New York und die Alltagsprobleme mit Beziehungen, Arbeit und Selbstfindung.

Dienstag, 14.05.2013, 08:18 Uhr

«Girls» ist all das - aber die neue US-Erfolgsserie ist trotzdem völlig anders: Die vier Frauen sind jünger, haben weniger Geld, weniger Glamour und weniger Erfolg. Sie leben nicht in schicken Wohnungen in Manhattan , sondern in Bruchbuden im New Yorker Stadtteil Brooklyn, sie tragen keine schicken Manolo-Blahnik-Schuhe, sondern halten sich mit mehreren Jobs über Wasser.

«"Girls" ist eher eine Vorstufe von "Sex and the City"», sagt Erfinderin und Hauptdarstellerin Lena Dunham , die in den USA bereits als Superstar gilt. «Die Charaktere in "Sex and the City" haben bereits herausgefunden, was sie im Leben wollen. Das fehlt den Mädels in "Girls" noch.»

Während Fans in den USA gespannt auf die dritte Staffel beim Sender HBO warten, startet in Deutschland am Mittwoch (15. Mai) die zweite. Wie schon die erste Staffel wird sie vom Bezahl-Sender Glitz immer Mittwochs um 21.10 Uhr ausgestrahlt. Die zweiten zehn Folgen sind ruhiger als die ersten und wurden in den USA nicht mehr ganz so begeistert gefeiert.

Im Mittelpunkt steht weiterhin die egozentrische Neurotikerin Hannah (Lena Dunham), die als Schriftstellerin Karriere machen will. «Ich will alles vom Leben mitnehmen, ich will alles fühlen», sagt Hannah und gerät naiv-abenteuerlustig in die absurdesten und oft auch unangenehmsten Situationen. Ihre perfektionistische Freundin und Ex-Mitbewohnerin Marnie ( Allison Williams ) kämpft unterdessen mit der Trennung von ihrem auf einmal beruflich sehr erfolgreichen Exfreund Charlie (Christopher Abbott).

Zur Clique gehören auch noch Überlebenskünstlerin und Weltenbummlerin Jessa (Jemima Kirke), die sich vor allem mit der Scheidung nach ihrer Blitz-Hochzeit und der schwierigen Beziehung zu ihren Eltern herumschlägt, und ihre naive Cousine Shoshanna, die endlich ihren ersten Freund hat. Shoshanna wird gespielt von Zosia Mamet, der Tochter des Pulitzerpreis-gekrönten US-Autoren David Mamet.

Die Serie ist voller Gags und manchmal erschreckend realistisch. Erfinderin und Hauptdarstellerin Dunham hat kein Problem damit, sich und ihren rundlichen Körper immer wieder ungeschminkt, unverhüllt und unvorteilhaft in Szene zu setzen. Das brachte ihr in den USA als demonstrativer Gegenpol zum gängigen Schönheitsideal viel Lob ein - bei Zuschauern und Kritikern: Zahlreiche Preise - darunter einen Emmy und zwei Golden Globes - konnte die Serie schon einheimsen.

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