Kultur
Hollywood verleiht viele Preise

Los Angeles (dpa) - Die Verleihung der Oscar-Trophäen ist der Höhepunkt des jährlichen Preisreigens in Hollywood. Bis zur Oscar-Gala am 24. Februar händigen Film- und Kritikerverbände aber noch zahlreiche Preise aus.

Dienstag, 08.01.2013, 12:36 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 08.01.2013, 12:32 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 08.01.2013, 12:36 Uhr

- PEOPLE'S CHOICE AWARDS am 9. Januar

Anders als bei den Oscars, Emmys oder Grammys werden Anwärter und Gewinner der Publikumspreise ausschließlich von ihren Fans gewählt. Die Preisträger in 48 Film-, Fernseh- und Musik-Kategorien werden in einer Live-Show im US-Fernsehen bekanntgegeben. Die Trophäenvergabe findet in diesem Jahr zum 39. Mal statt.

- CRITICS' CHOICE MOVIE AWARDS am 10. Januar

Die Preise von Filmkritikern des Verbands BFCA (Broadcast Film Critics Association) werden in diesem Jahr zum 18. Mal vergeben. Steven Spielbergs Historienepos « Lincoln » führt mit 13 Nominierungen die Favoritenliste bei den «Critics Choice Movie Awards» an.

- GOLDEN GLOBE AWARDS am 13. Januar

Die Golden Globe Awards, Trophäen in Form einer goldenen Erdkugel, sind der wichtigste Filmpreis nach den Oscars und der wichtigste Fernsehpreis nach den Emmys. Der kleine Verband der Hollywood- Auslandspresse (HFPA) vergibt die Trophäen seit 1944. Im Rahmen eines Gala-Dinners werden die Preise in 25 Kategorien für Film und Fernsehen ausgehändigt.

- PRODUCERS GUILD AWARDS am 26. Januar

Das Historiendrama «Lincoln» und der Politthriller «Argo» sind in diesem Jahr unter den Top-Ten-Filmen im Rennen um die begehrte Trophäe des US-Produzentenverbands (PGA). Über 4000 Produzenten stimmen über den Gewinner ab. Häufig setzen die PGA-Mitglieder und die Wähler der Oscar-Akademie auf denselben Film.

- SCREEN ACTORS GUILD AWARDS am 27. Januar

Hollywoods Schauspielverband ( SAG ) hat «Lincoln» und «Les Misérables» mit den meisten Preis-Nominierungen bedacht. Die seit 19 Jahren verliehenen SAG-Preise gelten als zuverlässige Vorboten für den Oscar.

- DIRECTORS GUILD AWARDS am 2. Februar

Der über 14 000 Mitglieder starke Verband der Regisseure ehrt jährlich einen Filmemacher aus seiner Mitte. Im vorigen Jahr gewann der Franzose Michel Hazanavicius («The Artist») die Regie-Trophäe und später auch den Oscar. Seit 1948 ist es nur sechs DGA-Siegern nicht geglückt, im selben Jahr auch den Oscar für die beste Regiearbeit zu holen.

- WRITERS GUILD AWARDS am 17. Februar

Hollywoods Drehbuchautoren vergeben Trophäen unter anderem in den Kategorien Original-Skript und adaptiertes Drehbuch. Die Preise werden im Rahmen von Feiern in New York und Los Angeles verliehen. Die WGA-Trophäen gelten als zuverlässige Oscar-Vorboten.

- INDEPENDENT SPIRIT AWARDS am 23. Februar

Einen Tag vor der Oscar-Gala werden in Los Angeles traditionell die Spirit Awards für unabhängige, preiswertere Filme vergeben. Sie sind Hollywoods Alternativauszeichnung für Filmproduktionen, die nicht mehr als 20 Millionen Dollar gekostet haben. Florian Henckel von Donnersmarck hatte im Februar 2007 mit dem Stasi-Drama «Das Leben der Anderen» den Indie-Preis für den besten ausländischen Film geholt, am nächsten Tag gewann er den Oscar.

- RAZZIE AWARDS am 23. Februar

Die «Goldenen Himbeeren» sind Schmäh-Preise für die schlechtesten Filme. Sie wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Bei der Verleihung am Vorabend der Oscar-Gala lässt sich selten ein Star sehen. Nur wenige Promis, darunter Halle Berry und Sandra Bullock, nahmen die goldbesprühte Plastikfrucht persönlich entgegen.

- ACADEMY AWARDS (Oscars) am 24. Februar

Hollywoods wichtigste Filmauszeichnung wird von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) in diesem Jahr zum 85. Mal verliehen. Knapp 6000 AMPAS-Mitglieder sind stimmberechtigt. Die Oscar-Figur ist ein Ritter, der auf einer Filmspule steht und sich auf ein Schwert stützt.

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