Kultur
PEN prangert Menschenrechtsverletzung in Ungarn an

Marburg (dpa) - Die Schriftstellervereinigung PEN hat die Bundesregierung und das Europäische Parlament aufgefordert, sich für die Einhaltung von Demokratie und Menschenrechten in Ungarn einzusetzen.

Sonntag, 05.05.2013, 15:51 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 05.05.2013, 15:45 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 05.05.2013, 15:51 Uhr

Man betrachte vor allem den wachsenden Judenhass in dem osteuropäischen Land mit Sorge, heißt es in einer vom PEN-Zentrum Deutschland im mittelhessischen Marburg beschlossenen Resolution.

Zugleich forderte die Organisation auf ihrer Jahrestagung die Bundesregierung und die Fraktionen des Bundestags auf, ihre Positionen zum Urheberrecht klar zu benennen. «Die Gefahr besteht, dass global handelnde Konzerne über Sonderabkommen mit einzelnen Regierungen das Urheberrecht weiter aushöhlen im Bestreben, sich Handelsprivilegien und Marktvorteile zu verschaffen», teilte der Verband am Sonntag mit.

Auch für den Erhalt einer vielfältigen und kontrovers berichtenden Presselandschaft hat sich die Organisation ausgesprochen. Eine entsprechende Resolution, die die Schließung von Zeitungen und Zeitschriften verurteilt, verabschiedete sie jedoch nicht. Diese müsse zwingend auch auf andere Medien - wie etwa den Hörfunk - ausgeweitet werden, sagte Geschäftsführerin Claudia Krauße .

Der am Freitag zum neuen Präsidenten gewählte Schriftsteller und Literatur-Professor Josef Haslinger («Opernball») will der Organisation künftig mehr Gehör verschaffen. Wenn das gelinge, gebe es vielleicht auch für die weiteren Anliegen von PEN mehr Aufmerksamkeit, sagte er. Die Organisation setzt sich für das freie Wort und verfolgte Autoren ein.

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