Kultur
Schauspielhaus Bochum setzt Opel-Krise in Szene

Bochum (dpa) - Die Zukunft der Ruhrgebietsstadt Bochum nach dem Aus für das Opel-Werk beschäftigt auch das Theater. Das Schauspielhaus Bochum will mit einem internationalen Kunst- und Theaterprojekt an vier von den Plänen des US-Mutterkonzerns General Motors betroffenen Städten demonstrieren, wie sehr lokale Entwicklungen von globalen Entscheidungen abhängen.

Montag, 06.05.2013, 14:51 Uhr

Die Arbeiten des Kunstfestivals «This is not Detroit», das in Kooperation mit dem Kunstnetzwerk «Urbane Künste Ruhr » entsteht, sollen von Oktober bis zum Herbst 2014 überall in Bochum gezeigt werden.

Das Opelwerk in Bochum soll Ende 2014 vollständig schließen. Aber auch in Saragossa (Spanien), in Ellesmere Port (England) und Gliwice (Polen) gebe es große Opel-Niederlassungen, deren Zukunft genauso ungewiss sei. Deshalb sollten zu dem Projekt Künstler, Architekten, Stadtplaner und Wissenschaftler aus Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien nach Bochum eingeladen werden, teilte das Schauspielhaus mit.

Mehrere Neuproduktionen und Uraufführungen in der Spielzeit 2013/14 drehen sich um Bochum oder stellen Sozialkritik in den Mittelpunkt. So wird am 6. Oktober ein Singspiel auf Grundlage des legendären «Bochum»-Songs von Herbert Grönemeyer in der Regie von Barbara Hauck uraufgeführt. Intendant Anselm Weber will Hans Falladas Berlin-Roman «Ein Mann will nach oben» für die Bühne adaptieren (Uraufführung 31. Mai 2014).

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