Kultur
Start von Karin Beier in Hamburg verzögert sich

Hamburg (dpa) - Der Start der designierten Schauspielhaus-Intendantin Karin Beier (47) in Hamburg verzögert sich. Grund: Die Umbauarbeiten an Deutschlands größter Sprechbühne dauern länger als geplant.

Montag, 07.01.2013, 15:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 07.01.2013, 14:53 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 07.01.2013, 15:00 Uhr

«Die Sanierungsarbeiten sollten im September fertiggestellt werden, die Eröffnung für das Publikum wäre dann im Oktober gewesen. Mit diesen Terminvorgaben habe ich geplant, sie sind aber offensichtlich nicht zu halten», sagte Beier dem « Hamburger Abendblatt ». Sie habe in den letzten Tagen ihren Spielstart umkrempeln müssen, «jede Woche weiterer Verzug wäre eine schiere Katastrophe», sagte die Regisseurin, die zurzeit noch das Kölner Schauspiel leitet. Dort feiert am kommenden Wochenende ihre letzte eigene Inszenierung «Die Troerinnen» Premiere.

Der Sprecher der Hamburger Kulturbehörde, Enno Isermann , bestätigte, dass es Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten gegeben habe. Grund seien Probleme bei der Einrichtung der Baustelle gewesen. «Die Planer machen nun Vorschläge, wie man diese Verzögerungen zum Teil aufholen kann», sagte Isermann am Montag der dpa. Einen genauen Termin für die Eröffnung könne er daher noch nicht nennen. Das Schauspielhaus wird seit Sommer 2012 saniert, unter anderem erhält das mehr als 100 Jahre alte Theater eine neue Bühnenmaschinerie für 16,5 Millionen Euro. Der laufende Spielbetrieb findet zur Zeit auf dem sogenannten Spielfeld über den ersten Parkettreihen statt.

Bereits seit zweieinhalb Jahren plant Beier ihre Hamburger Saisoneröffnung. Die Intendantin und Regisseurin ist Nachfolgerin von Friedrich Schirmer, der im September 2010 plötzlich zurückgetreten war. Das Schauspielhaus habe «immer noch einen tollen Ruf», meint die 47-Jährige, unter deren Leitung das Kölner Schauspiel zwei Mal zum «Theater des Jahres» gewählt worden war. In Hamburg setzt sie auf starke Namen bei Schauspiel und Regie: «Meine Prioritäten setze ich, indem ich mir ein hochkarätiges Ensemble und herausragende Regisseure leiste. Zuallerletzt würde ich beim Ensemble sparen.»

Ihr Ensemble aus 33 Schauspielern - es werden Namen wie Maria Schrader und Charly Hübner gehandelt - könne sich sehen lassen: «Es wird eine sehr tolle Truppe.» Als Regisseure werden unter anderem Katie Mitchell, Christoph Marthaler und Sebastian Nübling gehandelt. Namen bestätigen möchte Beier erst auf ihrer offiziellen Pressekonferenz im Frühjahr.

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