Kultur
Wilhelm Busch als Maler in Hannover

Hannover (dpa) - Eine eher unbekannte Seite des Schöpfers von «Max und Moritz» stellt das Museum Wilhelm Busch in Hannover vor: Neben seinen bitterbösen Bildergeschichten schuf der 1832 geborene Künstler zeit seines Lebens Ölgemälde - zum «Privatpläsier», wie er sagte.

Montag, 06.05.2013, 15:07 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 06.05.2013, 15:01 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 06.05.2013, 15:07 Uhr

Die Ausstellung « Wilhelm Busch und die Alten Meister» präsentiert erstmals Buschs Malerei gemeinsam mit seinen großen niederländischen Vorbildern.

Ölbilder des Satirikers werden mit Leihgaben vor allem aus der Kasseler Gemäldegalerie konfrontiert. «Es sind Glanzstücke der Galerie, unter anderem von Frans Hals , Jan Brueghel oder Paulus Potter», sagte Museumschefin Gisela Vetter-Liebenow am Freitag.

Busch hielt Landschaften mit wechselhaften Wetterstimmungen, seine dörfliche Umgebung und Wirtshaus-Szenen in Bildern fest. Die Werke der Alten Meister aus dem 17. Jahrhundert inspirierten ihn. Der in Wiedensahl westlich von Hannover geborene Künstler war jedoch ein Kind seiner Zeit. Den Pinsel führte er freier, seine Kompositionen waren kühner. Zum Ende seines Lebens werden die Werke farbintensiver und abstrakter. Die Ausstellung läuft bis zum 4. August in Hannover und wandert im Anschluss daran nach Kassel .

Parallel zeigt das Museum Wilhelm Busch eine Kabinettsausstellung zum 75. Geburtstag des satirischen Zeichners F. W. Bernstein. Zu sehen sind knapp 120 ausgewählte Werke des Mitbegründers der Neuen Frankfurter Schule, darunter auch bisher unveröffentlichte Blätter.

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