Ausstellung
Teheran-Sammlung wohl erst im neuen Jahr in Berlin

Die Präsentation der Teheran-Sammlung in der Berliner Gemäldegalerie verzögert sich.

Samstag, 03.12.2016, 16:02 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 03.12.2016, 15:59 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 03.12.2016, 16:02 Uhr

Berlin (dpa) - Die Ausstellung von Schlüsselwerken einer spektakulären iranischen Kunstsammlung wird voraussichtlich erst Anfang kommenden Jahres in Berlin zu sehen sein. Ursprünglich sollte sie am 4. Dezember in der Gemäldegalerie eröffnet werden, noch aber fehlt die Genehmigung für die Leihgabe.

Der Präsident der zuständigen Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger , sagte dem Magazin « Focus », der neue iranische Kulturminister Seyed Reza Salehi Amiri habe der Ausfuhr der 60 Werke aus dem 1977 vom Schah eröffneten Museum inzwischen zugestimmt.

Die Genehmigung «liegt nun beim Präsidenten Hassan Rohani zur Unterschrift», wie Parzinger dem «Focus» sagte. Mit einer Eröffnung der Ausstellung noch vor Weihnachten werde es «sehr knapp». Sonst rechne er mit «einem Termin ab Mitte Januar».

Mitte Oktober war der als liberal geltende iranische Kulturminister Ali Dschannti zurückgetreten. Das führte offenkundig zu der Verzögerung bei dem Projekt. Die lange unter Verschluss gehaltene Teheran-Sammlung aus der Zeit von Reza Pahlavi - er war Schah (König) von Persien von 1941 bis 1979 und ging nach monatelangen Unruhen und Protesten gegen sein Regime ins Exil - gilt als eine der weltweit wertvollsten Sammlungen westlicher Kunst. Der Vorverkauf für Berlin hatte bereits Anfang September begonnen.

Nachrichten-Ticker