Corona-Lockerungen
Uffizien in Florenz sind wieder geöffnet

Im März hatte Italien alle Museen geschlossen, jetzt kehrt das Leben langsam wieder in die Musentempel zurück. Trotz einiger Einschränkungen könnte der Kunstgenuss dieser Tage größer sein.

Mittwoch, 03.06.2020, 16:13 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 16:16 Uhr
Uffizien-Direktor Eike Schmidt zur Eröffnung: «Ein wichtiges und symbolisches Signal.».
Uffizien-Direktor Eike Schmidt zur Eröffnung: «Ein wichtiges und symbolisches Signal.». Foto: Andrew Medichini

Florenz/Rom (dpa) - Nach drei Monaten Corona-Pause ist die Kunstsammlung der Uffizien in Florenz wieder zu sehen. Der deutsche Direktor Eike Schmidt bezeichnete die Eröffnung als «ein wichtiges und symbolisches Signal».

Das Haus gehört zu den bedeutendsten Museen der Welt. Wie die Nachrichtenagentur Ansa weiter berichtete, war auch der Bürgermeister der toskanischen Stadt, Dario Nardella, dabei.

Schmidt sagte, die Uffizien hätten eine Vorbildrolle für ganz Italien. Da wegen der Ansteckungsgefahr viel weniger Besucher in die Säle gelassen würden, hoffe er auf eine langsame und nachhaltige Form von Kunstgenuss und Tourismus. Mittwoch war in Italien ein wichtiger Tag, weil die Grenzen für europäische Urlauber wieder voll geöffnet wurden.

In Rom ist die Kunst in den Vatikanischen Museen schon seit Montag zu besichtigen. Dort nannte Direktorin Barbara Jatta am Mittwoch erste Besucherzahlen: Danach hatte ihr Museum am Dienstag rund 3600 Gäste. Wegen der Abstandsvorschriften in Coronazeiten sei der Zutritt auf rund 4000 Menschen pro Tag begrenzt.

Früher hätten sich durchaus 20 000 Kunstfans pro Tag an den Attraktionen vorbei gedrängt, etwa durch die Sixtinische Kapelle und vor den Fresken sowie Gemälden Raffaels. Italien hatte alle Museen im März wegen der Pandemie geschlossen.

© dpa-infocom, dpa:200603-99-292969/4

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