Metal-Festival
28. Wacken Open Air: Heavy Metal mit 150 Bands

Was 1990 beschaulich mit 800 Besuchern auf einem kleinen Acker begann, gilt heute als größtes Metal-Spektakel der Welt. Rund 75 000 Fans reisen jedes Jahr zum «Wacken Open Air». In diesem Jahr gibt es eine besondere Attraktion: eine Bier-Pipeline.

Mittwoch, 02.08.2017, 15:00 Uhr

Bei Wacken ist für jeden was dabei.
Bei Wacken ist für jeden was dabei. Foto: Christophe Gateau

Wacken (dpa) - 150 Rock-Legenden, große Bands und kleinere Acts der internationalen Metal-Szene, dazu eine Handvoll bislang nahezu unbekannter Nachwuchs-Talente: Das 28. Wacken Open Air erweist sich erneut als Magnet. Nach Angaben der Veranstalter ist das W:O:A zum zwölften Mal in Folge ausverkauft.

«75 000 Tickets sind weltweit verkauft worden», sagte Festival-Sprecherin Anna Lorenz. Neben Alice Cooper, Status Quo und Marilyn Manson werden Bands wie Volbeat, Amon Amarth, Kreator, Accept, und Megadeth auf acht Bühnen zum Teil zeitgleich aufspielen. Dabei werden erfahrungsgemäß Lautstärken von bis zu 120 Dezibel erreicht. Ein weiterer Fakt: Rund 400 000 Liter Bier rinnen bei dem Festival jedes Jahr durch durstige Kehlen. Zum ersten Mal gibt es diesmal eine Bier-Pipeline. «Dadurch müssen auf dem Gelände keine Fässer mehr mit schweren Lastwagen verteilt werden», hatte W:O:A-Veranstalter Holger Hübner im Vorfeld erklärt. Das schütze den Boden. Gegen gewaltige Pfützen bei Starkregen wurde zudem die Drainage verbessert.

Anreise zum Wacken Open Air 2017

1/25
  • Die Wacken Firefighters, der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wacken, spielen auf der Beergarden Bühne.

    Foto: Christophe Gateau
  • Das Wacken Open Air findet vom 03. bis 05.08.2017 statt.

    Foto: Christophe Gateau
  • Die Wacken Firefighters.

    Foto: Christophe Gateau
  • Während des Konzerts der Wacken Firefighters wird ein Fan beim Crowd-Surfing auf Händen getragen.

    Foto: Christophe Gateau
  • Die „Pommesgabel“, das Zeichen der Heavy-Metal-Fans.

    Foto: Christophe Gateau
  • Die Wacken Firefighters.

    Foto: Christophe Gateau
  • Festivalbesucher kämpfen einen mit Tannenzapfen gefüllten Stoffsack.

    Foto: Christophe Gateau
  • Festivalbesucher tanzen vor der Beergarden Bühne während die Blechblosn aus Bayern spielen.

    Foto: Christophe Gateau
  • Die Beergarden Bühne.

    Foto: Christophe Gateau
  • Lars (l.) und Heiko hauen sich auf dem Festivalgelände des Wacken Open Air mit Strohsäcken, während sie auf einem Balken sitzen. Das Spiel ist aus dem Mittelalter bekannt als "Tjost".

    Foto: Christophe Gateau
  • Maik, Robin, Lucas, Marvin und Dustin aus Emmerich am Niederrhein hängen auf dem Festivalgelände des Wacken Open Air an einem Holzgerüst.

    Foto: Christophe Gateau
  • Henri (l.) und Chris von den Wasteland Warriors schauen in Wacken auf dem Festivalgelände des Wacken Open Air in die Kamera.

    Foto: Christophe Gateau
  • Cornelius aus Karlsruhe schwingt einen schweren Hammer beim "Hau den Lukas"-Spiel.

    Foto: Christophe Gateau
  • Vor der Wackinger Stage.

    Foto: Christophe Gateau
  • Winfried Breunig sägt am mit einer Kettensäge eine Büste aus einem Holzstück.

    Foto: Christophe Gateau
  • Maya, Tim, Linus, Alex, Mauritz und Vincent (v.l.n.r.) auf dem Festivalgelände.

    Foto: Christophe Gateau
  • Festivalbesucher tanzen, Arm in Arm vor der Wackinger Stage.

    Foto: Christophe Gateau
  • Robin, Arnold und Martin aus Ulm sind in Itzehoe mit dem "Metal-Train" zum Wacken Open Air Festival angekommen.

    Foto: Christophe Gateau
  • Rund 500 Festivalbesucher sind mit dem Metal-Train, einem Sonderzug zum Wacken Open Air, in Itzehoe angekommen.

    Foto: Christophe Gateau
  • Zwei Festivalbesucher des Wacken Open Air laufen in Wacken mit einem mit Bierdosen beladenen Bollerwagen der Straße.

    Foto: Christophe Gateau
  • Scheinwerfer beleuchten in Wacken das Festivallogo des Wacken Open Air, das in ein Meter hohen Metallbuchstaben am Ortseingang auf einer Wiese steht.

    Foto: Christophe Gateau
  • Joseph, Eric, Sebastian und Lena aus Warburg freuen sich auf das Metalfestival Wacken Open Air.

    Foto: Christophe Gateau
  • Hans, Andrea und Thomas (l-r) in Wacken: Andrea und Thomas haben vor einer Woche geheiratet und verbringen ihren Flitterwochen auf dem Festival.

    Foto: Christophe Gateau
  • (l.-r.) Rene, Carsten, Merle (unten), Jan (unten), Martin und Marc aus Niedersachsen.

    Foto: Christophe Gateau
  • Die Sonne geht in Wacken hinter dem Campingplatz des Metalfestivals Wacken Open Air unter.

    Foto: Christophe Gateau

Die «Wacken-Familie» sei größer als das Ticketkontingent, schwärmt Hübner. «Unsere Facebook-Seite hat gerade eine Million Likes geknackt, und auch auf YouTube und Instagram folgen uns mittlerweile jeweils über 100 000 Menschen.» Was 1990 als Geheimtipp mit sechs Bands und Familienfestcharakter startete, hat sich mittlerweile zu einem hochkommerziellen Mega-Event entwickelt. «Wir versuchen seit Anbeginn, ein möglichst breites Spektrum an Metal-Musik und passendem Rahmenprogramm anzubieten», sagt Hübner.

So werde zum Teil zeitgleich mit den Bands auf anderen Bühnen ein Mix aus Comedy und Kunst angeboten. Neben Wrestling seien das unter anderem ein Poetry-Slam und ein «Metal-Yoga»-Kurs. «Wir bieten an, was die Metal-Fans mögen», so Hübner. Dazu gehört auch der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wacken. Ihr traditioneller Auftritt am Mittwochabend als «W:O:A Firefighters» gilt als inoffizieller Startschuss des Spektakels. Den offiziellen Auftakt des Festivals macht am Donnerstag (3. August) das Wacken-Urgestein Skyline.

Auf dem Festival gibt es aber schon eineinhalb Tage vorher laute Musik auf die Ohren: Der Nachwuchswettbewerb «Metal Battle» mit Teilnehmern unter anderem aus Zentralamerika und der Karibik geht ab Mittwochmorgen über die Bühnen. Für den Wettbewerb wurde in diesem Jahr in 40 Ländern nach talentierten Metal-Bands gesucht.

Das «Wacken Open Air» gilt als weltgrößtes Heavy-Metal-Spektakel. Rund ein Drittel der Festivalbesucher kommt aus dem Ausland. Die Metal-Fans reisen zum Teil mit Sonderzügen an. Shuttle-Busse werden im ständigen Einsatz Festival-Besucher vom Bahnhof Itzehoe und vom Hamburger Flughafen zum Open-Air-Gelände rund 45 Autominuten nordwestlich von Hamburg bringen. Sie campieren zum großen Teil in einer auf abgeernteten Feldern errichteten Zeltstadt.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5050992?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947955%2F947961%2F3314094%2F
Nachrichten-Ticker