Britischer Rapper
Rassismus-Vorwurf - Stormzy sagt Auftritt ab

Das wollte der Musiker nicht auf sich bewenden lassen: Wie er sagt, seien sein Manager und Freunde in Österreich aufgrund ihrer Hautfarbe aggressiv behandelt worden. Deshalb sagte Stormzy den Gig ab.

Freitag, 12.04.2019, 16:56 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 17:00 Uhr
Stormzy, Grime-Rapper aus Großbritannien, bei den Brit Awards 2018.
Stormzy, Grime-Rapper aus Großbritannien, bei den Brit Awards 2018. Foto: Joel C Ryan

Mayrhofen (dpa) - Der britische Rapper Stormzy hat einen Auftritt auf einem Festival in Österreich abgesagt, weil sein Manager von «rassistischen Security-Leuten» belästigt worden sei.

Der Manager und seine Freunde seien am Donnerstag auf dem Snowbombing Festival in Mayrhofen aufgrund ihrer Hautfarbe nach Waffen durchsucht und zudem aggressiv behandelt worden, warf der Rapper den Veranstaltern auf Instagram vor.

Die Veranstalter bedauerten auf der Festival-Homepage die Absage und betonten, sie hätten gemäß den Vorschriften gehandelt.

Der lokale Sicherheits-Koordinator sagte am Freitag der Deutschen Presse-Agentur, ein Mitarbeiter habe bei einem Besucher ein Messer vermutet. Der Mann sei gebeten worden, sich durchsuchen zu lassen, sei aber zunächst nicht kooperativ gewesen. Mit der Hautfarbe des Betroffenen habe der Vorgang nichts zu tun gehabt.

Das mehrtägige Festival im Zillertal wird seit vielen Jahren von Briten für Briten organisiert. Mehrere Tausend Besucher nehmen daran teil. Im Sicherheits-Team seien auch Schwarze, sagte der Sicherheits-Koordinator. Im vorliegenden Fall sei der Check von englischen Kollegen gemacht worden.

Auf Instagram entschuldigte sich Stormzy für seine Absage bei seinen Fans, aber er hoffe auf ihr Verständnis. «Ich will, dass ihr versteht, warum das nötig ist im Kampf gegen Rassismus.»

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