Vorsicht Kostenfalle
Bei Oldtimer-Sanierierung Absprachen mit Werkstatt fixieren

Wurde ein Oldtimer über Jahre nicht instand gehalten, steht oft eine Komplettsanierung an. Damit die Kosten dabei nicht aus dem Ruder laufen, sprechen Inhaber mit der Werkstatt am besten jede einzelne Maßnahme ab.

Freitag, 01.02.2019, 13:31 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 13:36 Uhr
Glänzender Auftritt: Damit sich Besitzer und Werkstatt nach der Komplettrestauration ihres Oldtimers nicht streiten müssen, sollten sie vor den Arbeiten so viele Details wie möglich fixieren.
Glänzender Auftritt: Damit sich Besitzer und Werkstatt nach der Komplettrestauration ihres Oldtimers nicht streiten müssen, sollten sie vor den Arbeiten so viele Details wie möglich fixieren. Foto: Thomas Frey

Köln (dpa/tmn) - Genaue Absprachen sind schon bei Reparaturen wichtig. Aber besonders wer seinen Oldtimer in einer Werkstatt komplett restaurieren lassen möchte, vereinbart den Umfang der Arbeiten zuvor idealerweise so exakt wie möglich schriftlich.

Das sei für beide Seiten wichtig, berichtet die «Auto Zeitung Classic Cars» (3/2019). Lediglich «Totalsanierung» oder «Komplettrestaurierung» als Begrifflichkeiten seien zu ungenau. Durch unpräzise Absprachen und «unterschiedliche Erwartungshaltungen» drohen schlimmstenfalls juristische Auseinandersetzungen, die oftmals in einem Vergleich endeten.

In die Vereinbarung der Auftragsarbeiten gehört vor allem, welche Arbeiten wann, wie und von wem genau ausgeführt werden - auch was Externe wie etwa Lackierer erledigen. Bei der Formulierung der erwarteten Ergebnisse können sich Kunden an gängigen Zustandsnoten orientieren. Auch über Details wie sogenannte Handlingkosten sollte man sich verständigen. Dazu zählen etwa Probefahrten oder Teiletransporte. Solche Summen könnten sich schnell summieren.

Den Ist-Zustand vor den Arbeiten dokumentiert man besser ebenfalls ganz genau. Detailfotos von sehr problematischen Stellen und Kopien vorhandener Dokumente wie Sachverständigengutachten gehören dazu. Originaldokumente sollten Autobesitzer aber nie aus der Hand geben, vor allem nicht den Fahrzeugbrief.

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Bei Oldtimertransport auf Versicherungsschutz achten

Wer in der Winterpause seinen Oldtimer transportieren lassen möchte, sollte im Vorfeld klären, dass das beauftragte Unternehmen gegen Transportschäden versichert ist. Denn wie die Zeitschrift «Classic Cars» (2/19) informiert, helfe der Anspruch auf Schadenersatz an sich nicht wirklich weiter, wenn etwa ein Kleinunternehmer keine Versicherung für die Ladung abgeschlossen hat und im Zweifel nicht selbst für Schäden aufkommen kann.

Und auch wer sich den Transport über ein Portal vermitteln lässt, schließt nicht automatisch eine Versicherung ab. So verwiesen Portale bei Schäden regelmäßig auf ihre Vermittlerrolle und blocken Schadenersatzansprüche ab, so die Oldtimerzeitschrift weiter.

Sinnvoll neben der Klärung der Versicherungsfrage ist auf jeden Fall, den Zustand des Autos mit Fotos und einer Übernahmeerklärung festzuhalten. Tipp der Redakteure: sich im Vorfeld im Internet über die Wunschfirma schlauzumachen.

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