Fahrverbote
Kann man wegen CBD den Führerschein verlieren?

In letzter Zeit werden Produkte mit CBD immer beliebter. Das Cannabidiol, dafür steht die Abkürzung, ist ein Wirkstoff, der aus der Cannabispflanze gewonnen wird. Der Wirkstoff ist Gegenstand verschiedener Forschungskreise und gilt als vielversprechendes Mittel gegen verschiedene Krankheiten.

Freitag, 24.05.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 10:22 Uhr
Fahrverbote: Kann man wegen CBD den Führerschein verlieren?
Foto: Kimzy Nanney unsplash

Doch CBD ist eben ein Cannabisprodukt. Und diese Pflanze ist in den meisten Ländern der Welt ziemlich in Verruf geraten. Die Droge Cannabis ist eigentlich das THC in den Blüten und weniger die Pflanze selbst, aus der schließlich auch Öle und Fasern gewonnen werden. Aber wie steht es um das CBD? Ist beim Konsum der Führerschein in Gefahr?

Was ist CBD? 

Cannabidiol ist ein Cannabinoid, wie THC, Cannabinol und andere Hanfwirkstoffe auch. Anders als das THC ist es aber nicht psychoaktiv, kann also keinen Rauschzustand hervorrufen, auch wenn die Strukturen der Stoffe ähnlich sind.

CBD hat diverse medizinische Wirkungen und soll bei Krämpfen, Entzündungen, Angstzuständen, Übelkeit und Schmerzen wirksam sein. CBD ist ausschließlich in den weiblichen Cannabispflanzen zu finden und wird aus diesen durch Extraktion mit Alkohol oder Kohlenstoffdioxid gewonnen. Auf CBD360.de können Sie sich weiter informieren.

CBD und der Drogentest

In einigen Bereichen wird man auf Drogen getestet. Das ist im Profisport so, aber auch in einigen Berufsgruppen. So ein Drogentest kann aber durchaus auch im Straßenverkehr stattfinden. Nun ist CBD ein Hanfprodukt, wie THC. Findet man das THC in der Probe, ist der Führerschein meist weg. Wie sieht es aber mit CBD aus? Ist der Konsum sicher oder nicht?

Nun, das hängt ganz vom CBD-Produkt ab. Gesetzlich erlaubt sind 0,2 % THC in den CBD-Produkten, die so auch schon im Nutzhanf enthalten sind. Mengen, die theoretisch nachgewiesen werden könnten. Denn 1 Nanogramm THC pro Milliliter Blut sind erlaubt.

Daher ist es beim Konsum wichtig auf möglichst reine oder gar THC-freie CBD-Produkte zu setzen.

Die Hersteller geben das auf ihren Produkten immer an. Die geringen Mengen THC sollten bei maßvollem Konsum ohnehin nicht ins Gewicht fallen, aber wer auf Nummer sicher gehen will, der greift lieber auf die reinen Öle. CBD selbst stellt beim Drogentest kein Problem dar.

Es ist, wie gesagt, nicht psychoaktiv und wird beim Drogentest ohnehin nicht geprüft. Vom CBD selbst kann man also so viel zu sich nehmen, wie man möchte. Der Führerschein wird davon nicht in Gefahr sein.

Welche CBD Produkte gibt es?

CBD gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, von denen das CBD Öl wohl die am meisten verbreitete ist. Das Öl ist dabei nicht das CBD selbst, denn dieses ist bei Raumtemperatur ein farbloser, kristalliner Feststoff. Dieses ist in Ethanol und Ölen löslich. Als Öl verwendet man aufgrund der direkten Herkunft einfach Hanföl.

So wird auch ein angenehmer nussiger Geschmack wahrgenommen, der an Hanf erinnert. Die Konzentrationen können je nach Produkt von 5 Prozent bis 20 Prozent variieren. Konzentriertere Lösungen werden als Konzentrate oder Tinkturen bezeichnet.

Das CBD Öl kann man abgefüllt in Flaschen erwerben oder in Form von Kapseln kaufen.

Wer gerne selber dosiert, der kann auf CBD Kristalle setzen, die aus reinem CBD bestehen und entsprechend teuer sind. Diese Kristalle sollte man in kleinen Dosierungen zu sich nehmen und das eher für medizinische Zwecke, etwa bei Kopfschmerzen.

CBD wird darüber hinaus in Cremes, Salben und Lösungen angeboten, die äußerlich anzuwenden sind. Zudem können die Pflanzenteile und Blüten der Hanfpflanze erworben werden, die CBD-reich sind. Diese kann man verdampfen oder rauchen, was ebenfalls eine medizinische Wirkung haben kann.

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