Bei Versicherungswechsel
Vorschäden am Fahrzeug können neuen Tarif teurer machen

Wohnsitz, Alter des Fahrers, Fahrzeugtyp: Bei der Berechnung des Autoversicherungsbeitrags spielen viele Faktoren eine Rolle. Auch Vorschäden können sich auf die Kosten der Police auswirken.

Montag, 30.09.2019, 09:27 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 09:32 Uhr
Wer einen Schaden regulieren lässt, wird bei Vollkasko- sowie Haftpflichtpolicen in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft.
Wer einen Schaden regulieren lässt, wird bei Vollkasko- sowie Haftpflichtpolicen in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft. Foto: Inga Kjer

Berlin (dpa/tmn) - Hat die alte Kfz-Versicherung einen Schaden reguliert, kann das die Police beim neuen Anbieter um bis zu 20 Prozent teurer machen. Das hat eine Auswertung des Verbraucherportals «Finanztip.de» ergeben. Die gute Nachricht ist: Hier handelte es sich um einzelne Anbieter. Bei den meisten Versicherungen wirkte sich ein regulierter Vorschaden nicht auf die Höhe des Beitrages aus.

Klar ist: Wer einen Schaden regulieren lässt, wird bei Vollkasko- sowie Haftpflichtpolicen in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft. Der Tarif kostet im Folgejahr damit mehr als zuvor. Bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung nimmt man die neue, schlechtere Klasse mit. Da ist es von Vorteil, wenn der neue Anbieter nicht auch noch einen Extra-Aufschlag wegen der Vorschäden verlangt.

Der bisherige Versicherer schickt dem neuen Anbieter eine Versicherungswechselbescheinigung zu, in der die Einstufung in der Schadenfreiheitsklasse sowie regulierte Vorschäden aufgeführt sind, erklärt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Bei der Teilkasko gibt es keine Schadenfreiheitsklassen.

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