Rutschige Straßen
Im Münsterland soll der Winter pünktlich zum Dezember einbrechen

Meteorologen prognostizieren für das Münsterland einen ähnlich frühen Winteranfang wie bereits im Jahr 2018. Damit die winterliche Autofahrt nicht zur riskanten Rutschpartie wird, gibt es jede Menge nützlicher Tipps für den Straßenverkehr. Wer jetzt noch im Münsterland mit einem E-Roller auf den Straßen unterwegs ist, sollte sich ebenso wie Autofahrer vor überfrierender Glätte in Acht nehmen: Schwanken die Temperaturen im Dezember um den Gefrierpunkt, kann es auch bei leichten Plusgraden bereits zu spiegelglatten Fahrbahnen kommen.

Dienstag, 26.11.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 26.11.2019, 17:03 Uhr
Rutschige Straßen: Im Münsterland soll der Winter pünktlich zum Dezember einbrechen
Foto: Photo by Nathan Fertig on Unsplash

Wer mit dem Auto im Herbst und Winter viel unterwegs ist, benötigt laut Expertenmeinungen des ADAC ab Ende Oktober Winterreifen. Diese sorgen zwar für einen etwas höheren Kraftstoffverbrauch, gleichzeitig erhöhen sie die Sicherheit auf winterlichen Straßen aber ungemein und sind außerdem gesetzlich vorgeschrieben. Wer sich den halbjährlichen Reifenwechsel sparen möchte, kann auch mit Alljahresreifen fahren. Kommt es im Winter zu einem Unfall, bei dem ein Verkehrsteilnehmer ungeeignete Sommerreifen aufgezogen hatte, trägt dieser automatisch mehr Schuld und muss für den entstanden Schaden selbst aufkommen. Die Versicherungen haften nur, wenn nach den gesetzlichen Regelungen gefahren wird.

Sind Schneeketten in Deutschland Pflicht?

Anders als in unseren Nachbarländern ist es in großen Teilen Deutschlands nicht verpflichtend, bei Eis und Schnee mit Schneeketten zu fahren. Wer jedoch über Weihnachten ins Mittelgebirge fahren möchte, sollte sich vorsorglich einen Satz Schneeketten zulegen. Nicht nur, dass es witterungsbedingt im Gebirge vorgeschrieben sein kann, mit Schneeketten zu fahren, viele Menschen mussten auch schon die Erfahrung machen, dass ein verschneiter Abschnitt im Gebirge ohne Schneeketten mit dem eigenen Pkw nur teilweise erklommen werden kann. Traurig, wenn der geplante Winterurlaub wegen schlechter Planung dann abrupt endet und eine waghalsige Rutschpartie ins Tal beginnt. Wer auf der Suche nach neuen und gebrauchten Schneeketten ist, sollte den Abstand der Reifen zum Kotflügel ausmessen.

 Gerade tiefergelegte Fahrzeuge können oftmals gar keine Schneeketten aufziehen, was in angrenzenden Nachbarländern schnell zum Problem werden kann. Bei entsprechend ungünstigen Straßenverhältnissen muss dann nämlich nicht nur ein passender Satz Schneeketten auf Verlangen von Polizeibeamten vorgezeigt werden können, sondern auch tatsächlich auf verschneiter Fahrbahn mit ihnen gefahren werden. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit Schneeketten liegt in Deutschland bei 50 km/h, in anderen Ländern kann dieses Tempo aber auch lediglich als Richtwert gelten. Grundsätzlich sollte das Fahrverhalten im Winter aber der Witterung und den Straßenverhältnissen angepasst werden, damit die Sicherheit aller Insassen des Fahrzeugs gewährleistet wird.

 Wenn es doch einmal zum Unfall kommt

Für den Fall der Fälle empfiehlt es sich, frühzeitig einem Automobil Club beizutreten, also etwa dem ADAC, ARAG oder dem AvD. Wer keinen derartigen Zusatzschutz besitzt, braucht nach einem Unfall nicht damit rechnen, zügig einen Pannendienst zu erreichen – vorrangig werden Mitglieder bedient. Aber auch, wenn es zu anderen Ausfällen unterwegs kommt, wenn etwa ein Reifen platzt oder der Keilriemen reißt, können sich Mitglieder rund um die Uhr an den Pannendienst wenden, selbst im Ausland können diverse Leistungen übernommen werden. Dazu zählen bei einer entsprechenden Police zum Beispiel auch Transporte in ein Krankenhaus oder die Rückführung nach Deutschland.

Derartige Leistungen lassen sich allerdings auch über die Krankenversicherung regeln. Das ist auch gut so, denn sonst kämen Menschen ohne Führerschein nicht in derartige Vorzüge. Für Fahrer von Elektrokleinstfahrzeugen ist eine Mitgliedschaft bei ADAC und Co. aber bislang nicht möglich. Wer mit dem E-Scooter verunfallt muss sich an den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 wenden oder auf Freunde und Familie vertrauen, die im Schadensfall auch den zerstörten Roller mitnehmen.

 Wann gab es das letzte Mal weiße Weihnachten?

Gefühlt ist es in Deutschland schon eine Ewigkeit her, dass es zum letzten Mal weiße Weihnachten gab. In München haben Radiosender vor einigen Jahren zu Weihnachten immer wieder angeboten, mehrere Tausend Euro vom Rathaus am Marienplatz in die Menge zu werfen, wenn es am Heiligen Abend schneien sollte. Zustande gekommen ist diese Aktion jedoch nur in den wenigsten Fällen, zuletzt hatte es 2010 nach einer mehrjährigen Pause in München zu Weihnachten geschneit. Auch das Ruhrgebiet konnte sich 2010 über weiße Weihnachten freuen: Ganze 30 Zentimeter Neuschnee blieben über die Weihnachtsfeiertage liegen und sorgten für freudige Schlittenfahrten bei den Kindern und teils folgenschweren Schlitterfahrten auf den Straßen.

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