Technik
DIY - Der Trend es selber zu machen

Egal, ob es um das Anfertigen von neuen Kleidungsstücken, ums Verschönern der eigenen vier Wänden oder um aufwändige Renovierungsarbeiten in Haus und Garten geht, der Trend zum Selbermachen ist nicht mehr aufzuhalten. Immer mehr Männer und Frauen legen selbst Hand an, denn "Do-it-yourself" macht nicht nur Spaß, sondern bietet unbegrenzte individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.

Montag, 14.12.2015, 09:08 Uhr

Vom Trend des Selbermachens
 DIY, wie das Selbermachen abgekürzt heutzutage genannt wird, stammt ursprünglich aus Zeiten der Krise, wie der Nachkriegszeit. Aber auch aus einer anarchisch geprägten Zeit, als in Großbritannien in den 1950er Jahren, und später nochmals in den 1970er Jahren, das Credo "produzieren" statt "konsumieren" propagiert wurde. Auch heute, in Zeiten von Wirtschaftskrisen und kritischen Betrachtungsweisen auf die Bedingungen, wie Möbel, Kleider und Co. produziert werden und woher die Materialien dafür kommen, greifen in Deutschland immer mehr Menschen selbst zum Werkzeug. Denn viele wollen die Ausbeutung von natürlichen Ressourcen und Arbeitskräften mit einem veränderten Konsumverhalten boykottieren. Auch geht der Trend ganz klar in Richtung reparieren statt wegwerfen. Selbermachen spart Geld, macht unabhängig und verleiht dem Handwerker ein befriedigendes Gefühl nach getaner Arbeit, wenn man das Werkstück fertig in den Händen hält. Tatsächlich werden viele Selbermacher nicht nur kreativer in der Gestaltung und der Verwendung von Materialien, sondern auch immer professioneller in der Ausführung. Um aus Alt wieder Neu zu machen, helfen kreative Ideen, ein wenig Geschick und Übung und natürlich die passenden Werkzeuge.

Heimwerken ist längst keine Männerdomäne mehr
 Besonders das Werken in den eigenen vier Wänden, egal ob Heizkörper Streichen, Tapezieren, Ausmalen, das Restaurieren von alten Möbeln oder das Bodenverlegen, wird nicht mehr in Auftrag gegeben, sondern selbst durchgeführt, und das von Männern und Frauen gleichermaßen. Laut einer Studie der Tomorrow Focus Media zum Thema "Do-it-Yourself" gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sie weiblich sind. Das Internet spielt beim DIY-Trend sicherlich eine Rolle. Denn immer mehr Selbstbauanleitungen und Tutorials sind auf DIY-Plattformen zu finden, die es handwerklich unerfahrenen Menschen einfacher machen, selbst Hand anzulegen. Auch in Sachen Werkzeuge hat sich der Markt am Trend zum Selbermachen angepasst und freut sich über die steigende Nachfrage. Laut einem aktuellen Bericht von "Der Tagesspiegel" verzeichneten Baumärkte in diesem Jahr einen deutlichen Gewinnzuwachs von fast 24 Prozent. Auch Profiwerkzeuge sind mittlerweile für jedermann erhältlich, wie beispielsweise auf www.tooler.de.

Jeder kann ein Profi werden
 Ein weiterer Grund, warum immer mehr Menschen zum Werkzeug greifen, ist die Sehnsucht nach dem selber "Schaffen". Beim Selbermachen wird eine Idee im Kopf geboren, man bringt sie in Form einer Skizze zu Papier, überlegt, welche Materialien dazu nötig sind und führt jeden einzelnen Schritt selbst aus. Die Arbeit und das Ergebnis macht viele Menschen froh und ermutigt dazu, diese kreative Gestaltungskraft auch in der Lebensgestaltung umzusetzen. "Sei der Meister deines Lebens und mach das, was dir Spaß macht!" ist wohl die Grundaussage von DIY. Denn vielen Menschen bleibt im Job das Lob versagt. Beim Selbermachen erhält man die Bestätigung sofort im Ergebnis des Selbstgeschaffenen. Durch die praktische Anwendung wird jeder rasch zum Experten und nicht selten erhält man von Nachbarn und Freunden ein beneidendes Lob für das individuelle Kundstwerk.

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