Anzeigegeräte
Gaming: Monitor vs. Beamer

Wenn es um das Anzeigegerät geht, so scheiden sich die Geister. Soll es ein Beamer werden oder reicht auch ein Monitor bzw. Display? Dieser Frage gehen wir auf den Grund und durchleuchten sowohl die Vor- als auch Nachteile beider Kategorien.

Freitag, 07.12.2018, 11:21 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 11:37 Uhr
Anzeigegeräte: Gaming: Monitor vs. Beamer
Foto: unsplash: sean do

Es kommt auf den Einsatz an

Vorab möchten wir darauf hinweisen, dass sich zwei Produkte, wie einen Monitor und ein Beamer, schwer vergleichen lassen. Aus diesem Grund muss beachtet werden, wo die Geräte eingesetzt werden. Beim Thema Gaming geht es einerseits um die Bildqualität, aber auch gegen eine entsprechende Beamer-Größe haben Gaming-Fans nichts einzuwenden.

Der Monitor bzw. Display ist der Klassiker in Sachen Gaming. Er ist gerade beim Spielen am PC sehr beliebt und mit mindestens 24 Zoll (und vielleicht sogar einem Curved-Design) sehr leistungsstark und spielfördernd. Vorteilhaft beim Beamer ist, dass sie deutlich mehr Platz für die Darstellung bieten, allerdings ist die Technik fast noch wichtiger als beim Monitor und zudem müssen Platz, Leinwand und Co. ebenfalls sichergestellt sein.

Monitor: Lieblingsspiele in erstklassiger Auflösung

Bei einem Gaming-Monitor kann das Gerät vor allem mit einer guten Auflösung punkten. Gerade als Laie ist es aber gar nicht so einfach, zwischen den vielen Modellen und Herstellern den Überblick zu behalten.

Größe: Die ideale Größe eines Displays hängt maßgeblich vom Abstand zum Gaming-Stuhl oder klassischen Bürostuhl ab. Meistens sind 24-Zoll-Displays eine gute Wahl, um den Kopf nicht unnötig von links nach rechts bewegen zu müssen, aber das Spielgeschehen dennoch gut verfolgen zu können. 27 Zoll ist meistens zu groß für einen klassischen Schreibtisch, wobei so ein großer Monitor natürlich gerade bei Renn- und Strategiespielen viel Freude bereitet.

Auflösung: Beim Gaming werden heutzutage vorrangig 4K- und 5K-Displays eingesetzt. Diese Geräte bieten ein erstklassiges Bild, sind aber auch sehr leistungshungrig. Es werden ein aktueller Prozessor, ausreichend RAM und eine SSD-Festplatte benötigt. Auch eine gute Grafikkarte muss mit dabei sein.

Form: Ein klassischer Monitor ist rechteckig geformt. Es gibt aber mittlerweile auch Curved-Modelle, die gerade bei Gaming-Fans gut ankommen. Durch das gebogene Display haben Spieler das Gefühl, mittendrin zu sein, da eine gewisse Tiefe entsteht. Wer mehrere Curved-Monitore mit einem HDMI-Verteiler verbindet, hat zudem die Möglichkeit, einen ganzen “Gaming-Raum” um sich herum zu erschaffen.

ms und Hertz: Die Reaktionszeit sollte bei einem Gaming-Monitor bei maximal 6 ms liegen (weniger ist besser), damit keine Bildfehler auftreten. Einfache Monitore weisen dazu eine Bildwiederholfrequenz bzw. Bildwiederholrate von etwa 60 Hz auf, wobei 100 Hz aufwärts besser zum Zocken geeignet sind.

Beamer: Für eine große Bildschirmdiagonale

Wer nicht so großen Wert auf die Auflösung legt, aber dafür auf eine große Bildschirmdiagonale, wird eventuell mit einem Gaming-Beamer glücklicher. PC-Spiele sind mit einem Beamer zwar weniger praktisch, aber für die Xbox von Microsoft und PlayStation von Sony werden heutzutage bereits gerne Beamer für Zocker eingesetzt.

Kontrast- und Schwarzwert: Spieler können sich zwischen einem LCD- oder einem DLP-Beamer entscheiden. Für das Zocken ist die LED-Technik aber eher nicht geeignet, da wohl selten der ganze Raum abgedunkelt wird. Stattdessen sollten Gamer auf die DLP-Technik setzen.

Auflösung: Eine Full-HD-Auflösung alleine reicht bei einem Beamer nicht aus. Beim Kauf sollten Spieler auch darauf achten, dass es sich um eine native Auflösung handelt. Einige günstige Beamer weisen zwar die Bezeichnung Full HD auf, aber es sind nur hochskalierte Beamer mit geringer Auflösung, statt mit echter nativer Auflösung.

Kontrastverhältnis: Bei einem guten Beamer sollte das Kontrastverhältnis etwa zwischen 5.000:1 (für das Zocken besser ab 10.000:1) und 100.000:1 liegen.

Helligkeit: Käufer sollten Wert darauf legen, dass der Beamer auf mindestens 2.000 Lumen kommt, um das Bild auch bei Tageslicht ideal wiedergeben zu können.

Wichtig: Obwohl ein Beamer viele Vorteile beim Zocken aufweist, dürfen Käufer nicht vergessen, dass sie zusätzlich auch eine Leinwand benötigen (um das Bild nicht auf eine eventuell unebene Wand projizieren zu müssen). Auch die Raumhelligkeit spielt bei einem Beamer eine große Rolle.

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