Digitales
Moderne Technologie sorgt für automatische Fabriken

Die Entwicklungen im Bereich der Technologie schreiten immer weiter voran. In Fabriken werden viele Arbeitsschritte, die zuvor von Menschen erledigt wurden, mittlerweile von Maschinen übernommen. Dadurch können Unternehmer Personalkosten einsparen, erhalten eine Arbeitskraft, die keine Pausen braucht und wenige Fehler macht, und haben zudem nicht das Problem, dass sich menschliche Arbeiter bei der Ausübung gefährlicher Tätigkeiten verletzen könnten.

Freitag, 27.09.2019, 08:21 Uhr aktualisiert: 27.09.2019, 08:24 Uhr
Digitales: Moderne Technologie sorgt für automatische Fabriken
Foto: Photo by Alexandre Debiève on Unsplash

Eine Produktionsstätte mit modernen Maschinen wie Robotern oder Sensoren auszustatten, ist zwar zunächst eine kostenintensive Angelegenheit. Allerdings zahlt sich diese Investition aus den genannten Gründen schnell aus.
Wie viel ein Industrieroboter genau kostet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben den Anschaffungskosten dürfen die regelmäßigen Unterhaltungskosten nicht vernachlässigt werden. Üblicherweise werden Industrieroboter mit Servomotoren betrieben, wie sie etwa vom Online-Händler RS Components angeboten werden. Die laufenden Ausgaben für die Elektrizität und die Wartung sind Teil der Kosten, die ein solcher Roboter verursacht. Allerdings sind sie verschwindend gering im Vergleich zu den Personalkosten, die der Arbeitgeber durch das Gerät einspart. Verschiedenen Schätzungen zufolge kostet ein Roboter pro Stunde zwischen drei und fünf Euro, was nur ein Bruchteil dessen ist, was für Lohn, Steuern und Versicherung eines menschlichen Arbeiters auszugeben ist. Selbst wenn der Roboter also mehrere hunderttausend Euro kostet, ist der Betrag nach wenigen Jahren wieder zurück in den Kassen des Unternehmens.
Kein Wunder also, dass immer mehr Firmen ihre Fabriken mit Robotern ausstatten wollen. Eine Umfrage der Beratungsfirma Boston Consulting Group bei 1.300 Unternehmen hat ergeben, dass der größte Teil von ihnen in naher Zukunft moderne Roboter für ihre Produktionsstätten anschaffen will. Weltweit waren es 86 Prozent der Firmen, die eine solche Investition in die „Fabrik der Zukunft“ tätigen wollen, in Deutschland waren es sogar 92 Prozent.
Neben Robotern sind Sensoren eine wichtige technologische Errungenschaft für die automatisierte Produktion. Sie dienen dazu, ständig die Temperatur, die Belastung, die Spannung oder sonstige Daten eines Geräts zu messen und an einen zentralen Rechner zu senden. Die gewonnenen Informationen kann der menschliche Arbeiter dann analysieren und so erkennen, ob die Maschine optimal läuft oder Anpassungen nötig sind. Der Einsatz von Sensoren kann auch dazu dienen, Strom einzusparen. Sollte sich mit Hilfe der Technologie herausstellen, dass für bestimmte Aufgaben zu viel Energie aufgewendet wird, dann kann diese Schwachstelle gezielt ausgeräumt werden. Die Ausstattung von Maschinenteilen wie Motoren oder Ventile mit den entsprechenden Sensoren ist keineswegs teuer und lohnt sich deshalb umso mehr.
Eine immer größere Bedeutung kommt in der Industrie dem so genannten „Internet der Dinge“ zu. So wird die Vernetzung verschiedener Geräte bezeichnet, die dadurch miteinander kommunizieren können. Auf diese Weise ist es sogar möglich, dass zwei oder mehr Roboter komplexere Aufgaben erledigen, ohne dass sie dafür Unterstützung von menschlichen Kollegen bräuchten. Die Vernetzung kann selbstverständlich auch dafür genutzt werden, die im Netzwerk befindlichen Maschinen aus der Ferne zu bedienen. In der Form, in der das „Internet der Dinge“ aktuell existiert, wird es in der Industrie als Vorstufe zur intelligenten Fertigungsstätte betrachtet. Zukünftig soll es also möglich sein, dass sämtliche Geräte in einer Fabrik selbstständig kommunizieren und ohne menschliches Zutun die Produktionskette schließen.

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