Ernährung
Was ist dran an den "Healthy Food Trends"?

Es ist schon lange kein Trend mehr – die Deutschen wollen gesünder essen. Doch was ist wirklich gesund und muss man jeden neuen Food-Trend mitmachen, um Aussicht auf ein längeres Leben genießen zu dürfen? Und vor allem, wie soll man es heutzutage schaffen, seinen Alltag mit Job und Familie zu bewältigen und sich dann auch noch die Zeit nehmen, gesunde Speisen zuzubereiten?

Dienstag, 05.09.2017, 14:34 Uhr

Ernährung: Was ist dran an den "Healthy Food Trends"?
Vendor cooking rice cake Foto: flickr (CC BY-ND 2.0) by JLim02

Das größte Hindernis auf dem Weg zu einer bewussteren Ernährung ist der allgemeine Mangel an Zeit. Jeder würde sich gern gesünder ernähren, aber viele schaffen es nicht, den Kauf und die Zubereitung von frischen Produkten in ihren Tagesablauf unterzubringen. Wer arbeiten geht, eine Familie versorgen oder einfach einen vollen Zeitplan absolvieren muss, hat oft nicht die Muße, sich jeder Mahlzeit des Tages entsprechend zu widmen. Meist hat man schlicht keine Lust, nach einem langen Tag auch noch in der Küche zu stehen; gleichzeitig möchte man aber auf ungesundes Fast Food verzichten. Auch beim Essengehen kann man bereits eine bewusste Entscheidung für sich treffen. Wer nicht selbst für sich kochen möchte, weil er nicht mit der Zubereitung anderer Küchen vertraut ist, dem stehen mittlerweile viele verschiedene gesunde Geschmacksrichtungen in Restaurants oder auch beim Lieferservice zur Auswahl.

In der japanischen Küche zum Beispiel wird extrem kalorienarm gekocht und es werden überwiegend frische Zutaten wie Fisch und Gemüse und sogar essbare Meeresalgen verwendet. Nicht umsonst wird den Japanern die längste Lebenszeit vorausgesagt. Gesunde japanische Küche und viele andere ernährungsbewusste Gerichte kann man sich bequem von Deliveroo nach Hause liefern lassen: www.deliveroo.de. Darüber hinaus hat die Food-Trend Bewegung viele Restaurantbetreiber umdenken und weitere Trends wie Street Food-Märkte aufleben lassen. Wer also fortan gesünder leben möchte, muss sich seine gesunden Lebensmittel nicht zwingend selbst besorgen und verarbeiten. 

Sollte man doch die Zeit finden und das Interesse haben, sich näher mit bewusster Ernährung auseinanderzusetzen, wird man früher oder später auf die neueste Mode unter den Food-Trends stoßen: die sogenannten „Superfoods“. Dazu gehören insbesondere Lebensmittel, die wir aus der Natur unverarbeitet beziehen können. Viele der Superfoods wie Avocados, Granatäpfel oder sogar Heidelbeeren sind nicht ganz neu. Neu ist vielmehr, dass ihnen besondere Wirkungen nachgesagt werden. Die Superfoods weisen in der Regel vergleichsweise einen übermäßig hohen Anteil an für den Menschen wichtigen Nährstoffen oder Vitaminen auf. Zudem sollen sie in bestimmten Kombinationen Heilungskräfte besitzen und vor Krankheiten schützen. Die Wunderwirkung dieser Superfrüchte ist bisher nicht eindeutig durch wissenschaftliche Studien belegt. Jedoch ist der Verzehr der Superfoods in jedem Fall gegenüber industriell gefertigten Lebensmittelprodukten vorzuziehen.

Wenn man die angepriesenen Superfrüchte genauer betrachtet, tun sich dennoch verschiedene Fragestellungen auf. Chia-Samen zum Beispiel sind besonders reichhaltig an Ballaststoffen und Vitaminen. Allerdings wird empfohlen, eine bestimmte Verzehrmenge an Chia-Samen nicht zu überschreiten, da die Samen Nebenwirkungen wie Verdauungsprobleme oder Blutverdünnung verursachen können. Avocados gelten trotz ihres hohen Fettgehalts als wahre Figurwunder, da ihr hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren den Fettabbau im Körper unterstützen kann. Nur leider wird dabei oft außer Acht gelassen, dass für den vermehrten Anbau von Avocados der ökologische Raum in den Exportstaaten negativ beeinträchtigt wird. Acai-Beeren versprechen aufgrund ihres Antioxidantien-Gehalts eine Art Verjüngungskur - sie sollen schlank machen und die Haut glätten. Doch bevor man zu den weit angereisten Super-Beeren greift, kann man auch einfach in Deutschland angebaute Holunder- oder Brombeeren verwenden.

Wer sich nun tatsächlich gesünder ernähren möchte, ob mit importierten oder heimischen Produkten, der sieht sich womöglich dem Problem gegenübergestellt, woher man die Trend-Nahrungsmittel beziehen kann. In den größeren Städten wie Berlin und Hamburg dürfte es nicht allzu schwierig sein, in den Supermärkten die angesagten gesunden Produkte zu finden, die man sich auf den Ernährungsplan gesetzt hat. Doch wer beispielsweise im Münsterland wohnt, wird nicht ohne weiteres Chia-Samen, womöglich auch noch die weißen, im Lebensmittelgeschäft um die Ecke finden. Wer ungern den Weg in die nächst größere Stadt auf sich nehmen möchte, kann auch einfach im Internet nach Superfoods suchen und sich diese liefern lassen.

In Zukunft gesünder zu essen, ist also viel leichter als gedacht, man muss nur den ersten Schritt tun...

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