Forsa-Umfrage
Mehrheit der Eltern findet Zeugnis-Noten gerecht

Bald ist es wieder soweit: Die Halbjahreszeugnisse werden an die Schüler verteilt. Eine Forsa-Umfrage zeigt, wie viel Vertrauen Eltern in die Benotung ihrer Kinder haben.

Donnerstag, 24.01.2019, 12:19 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 12:26 Uhr
Bringen Kinder schlechte Noten nach Hause, sind einige Eltern vielleicht enttäuscht. Andere zweifeln eher an der Urteilskraft der Lehrer.
Bringen Kinder schlechte Noten nach Hause, sind einige Eltern vielleicht enttäuscht. Andere zweifeln eher an der Urteilskraft der Lehrer. Foto: Jens Büttner

Bochum (dpa/tmn) - Auf den Halbjahreszeugnissen werden nicht nur Zensuren stehen, die Kindern und Eltern gefallen. Etwa zwei Drittel der Mütter und Väter (65 Prozent) finden laut einer Umfrage aber, dass es bei der Benotung ihrer Kinder gerecht zugeht.

Knapp ein Drittel (32 Prozent) ist hingegen überzeugt, dass mindestens eine Note ihres Kindes unfair vergeben wurde. Befragt wurden für die repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Nachhilfeanbieters Studienkreis insgesamt 1002 Eltern schulpflichtiger Kindern.

Bei den Eltern, die mindestens eine Note auf den beiden zurückliegenden Zeugnissen als ungerecht empfinden, gibt es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern: 35 Prozent der Mütter sehen eine Ungerechtigkeit, aber nur 29 Prozent der Väter. Eine weitere Auffälligkeit ergibt sich aus dem Alter der Kinder: Hier steigt das Ungerechtigkeitsempfinden der Eltern im Laufe der Jahre. 47 Prozent der Eltern von Kindern, die mindestens die elfte Klasse besuchen, werten mindestens eine Note als ungerecht, aber nur 23 Prozent der Eltern von Grundschülern in den Klassen Eins bis Vier.

Auf die Frage, welche Kriterien Einfluss auf die Noten haben, sagten 88 Prozent der Eltern, dass es nach der Leistung geht. 72 Prozent halten die persönlichen Ansprüche des Lehrers für sehr einflussreich, 36 Prozent finden, dass der familiäre Hintergrund des Schülers mit entscheidet.

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