Familie
Erinnerungsstücke aus der Stillzeit

Die Stillzeit ist wohl eine der intensivsten Zeiten zwischen Mutter und Kind. Und Muttermilch ist nicht umsonst eines der größten Wunder dieser Erde. Sie ist genau auf das neugeborene Baby abgestimmt und auch später noch essentiell, wenn das Kind etwas älter ist. Sie steht für Hunger, Durst, Liebe, Geborgenheit, Sicherheit und so vieles mehr. 

Montag, 04.05.2020, 10:47 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 11:00 Uhr
Familie: Erinnerungsstücke aus der Stillzeit
Foto: Photo by Wesley Tingey on Unsplash

Um Erinnerungen an diese wunderschöne Zeit zu verewigen, können Sie sich Schmuckstücke aus Muttermilch anfertigen lassen oder Muttermilchschmuck als Geschenkidee in Erwägung ziehen.

Muttermilch – so viel mehr als Nahrung

Stillen bietet einem Neugeborenen in den ersten Lebensmonaten absolut genau das, was es braucht. Muttermilch ist die maßgeschneiderte Ernährung für Ihr Baby, körperliche Nähe, Zuwendung und beste Unterstützung für das Immunsystem und die generelle Entwicklung Ihres Kindes.

 Folgendes macht sie aus: 

  • Die Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe (Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine) in der richtigen Qualität und Menge, die ihr Säugling benötigt, um gesund zu gedeihen.
  • Sie passt sich genau den wachsenden Nahrungsbedürfnissen Ihres Kindes und seiner Entwicklung an und ist leicht verdaulich.
  • Durch besondere Abwehr- und Schutzstoffe schützt sie Ihr Kind vor einer Vielzahl von Krankheiten.
  • Durch sie kann Ihr Baby nicht überernährt werden.
  • Sie ist jederzeit und an jedem Ort verfügbar, hat immer die passende Temperatur und ist kostenlos.

Die Stillzeit unvergesslich machen

Aus Muttermilch können ganz wunderbare weiße Schmuckstücke gefertigt werden, die beispielweise in Form einer Kette oder Ohrringen getragen werden können und immer an die intensive Zeit zwischen Ihnen und Ihrem Kind erinnern.

Doch wie genau funktioniert das?

Am besten wird die Muttermilch eingefroren, da sie so, ohne beispielweise auszulaufen, gut aufbewahrt und ggf. transportiert werden kann. Muttermilch kann ganz einfach in einem Beutel eingefroren und in diesem Zustand circa sechs Monate aufbewahrt werden. Die vorhandenen Vitamine, Eiweiße und Fette nehmen dabei keinen Schaden. Allerdings geht die antibakterielle Wirkung der Milch nach etwa drei Wochen verloren. Das spielt für den Schmuck allerdings keine Rolle.

Meistens wird die Muttermilch per Post verschickt, wenn sie zu Schmuck verarbeitet werden soll. Auch aus diesem Grund ist tiefgefrorene Milch zu empfehlen, da sie langsam während des Transports auftaut und die Chance direkt auszulaufen etwas verringert wird. Wird die Milch allerdings gut verpackt (in mindestens zwei Beuteln), sollten keine Probleme mit dem Versand auftauchen.

Für die Verarbeitung zu Schmuck ist es nicht wichtig, ob die Milch noch genießbar ist, sie darf lediglich noch keinen Schimmel angesetzt haben. Die Muttermilch wird nach Ankunft direkt beschriftet, sodass sie zugeordnet werden kann. Im Anschluss wird sie sterilisiert, denaturiert und dehydriert. Dann hat die Muttermilch in etwa eine Konsistenz wie Knete und kann in die gewünschte Form gepresst werden. Danach kommt sie in die Trockenkammer, wo sie bei niedriger Temperatur getrocknet wird. Die fertige Form bekommt daraufhin eine dreifache Kunststoffschicht. Zuletzt kommt das gewünschte Muttermilchschmuckstück an ein gewünschtes Schmuckteil (Kette, Ring, Ohrringe, Armband etc.) und wird zurück zur Kundin geschickt. Insgesamt dauert der Prozess circa 10 Wochen, je nachdem wie schnell die Muttermilchmasse austrocknet.

Was sind die beliebtesten Schmuckstücke?

Die beliebtesten Stücke werden in Form einer kleinen weißen Muttermilchperle angefertigt, welche man mit Silber oder Gelbgold kombinieren kann. Das sieht sehr klassisch und zeitlos aus und ist eine wundervolle Erinnerung an eine ganz besondere Zeit. Darüber hinaus gibt es auch Schmuckstücke aus getrockneter Nabelschnur oder Teilen der Plazenta. Das klingt im ersten Moment etwas komisch, jedoch können auch aus diesen Teilen des Geburtsprozesses wunderbare Schmuckstücke angefertigt werden.

Ein Erfahrungsbericht

Antje (32 Jahre) berichtet: „Ich habe mir damals nach der Geburt unseres Sohnes vor drei Jahren einen Ring aus Teilen der Plazenta machen lassen. Dazu habe ich die Hebamme im Kreissaal gebeten, mir ein kleines Stück meiner Plazenta in ein Fläschchen mit Alkohol zu geben und habe dies im Anschluss zu einer Frau geschickt, die sich auf Muttermilch-, Plazenta- und Nabelschnurschmuck spezialisiert hat. Im ersten Moment mag das komisch klingen, aber ich bin so fasziniert, dass mein Körper ein weiteres Organ erschaffen konnte, womit mein Baby im Bauch rundum zehn Monate versorgt wurde – ein Wunder! Zurück kam ein wunderschöner Ring mit einer weißen Perle und einem goldbraunen Muster. Er wird mich für immer an die Schwangerschaft und Geburt erinnern.“

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