Für Smartphone und Tablet
Ablenkung für Kinder: So finden Eltern gute Apps

Apps auf dem Tablet oder Smartphone können Kinder für eine beachtliche Zeit beschäftigen. Umso wichtiger, dass die Inhalte sinnvoll und altersgerecht sind. Worauf sollten Eltern achten?

Mittwoch, 08.07.2020, 18:11 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 18:16 Uhr
Apps sind für Kinder ein beliebter Zeitvertreib - bei der Auswahl sollten Eltern aber einige Kriterien beachten.
Apps sind für Kinder ein beliebter Zeitvertreib - bei der Auswahl sollten Eltern aber einige Kriterien beachten. Foto: Silvia Marks

Berlin (dpa/tmn) - Auf langen Autofahrten oder bei Wartezeiten sind sie oft das schnelle Allheilmittel: Spiele-Apps für Kinder. Ob zum Spielen und Lernen, als Rätsel, Puzzle oder Wimmelbuch: An Auswahl mangelt es Eltern in den App-Stores nicht.

Umso wichtiger ist es, sich die Angebote genau anzusehen und altersgerecht auszuwählen. Die Initiative «Schau Hin! Was dein Kind mit Medien macht» rät dabei zu folgenden Kriterien.

- Keine Werbung oder In-App-Käufe: Kinder können oft nur schwer zwischen eigentlichen Inhalten und Werbung unterscheiden. In-App-Käufe für neue Tools oder Levels werden außerdem schnell teuer. «Ein wichtiges Kriterium ist, dass möglichst keine Werbung gezeigt und keine Einkaufsoptionen in der App enthalten sind», sagt Iren Schulz, Mediencoach der Initiative.

Auch Verlinkungen zu sozialen Netzwerken oder andere externe Inhalte seien besonders für jüngere Kinder nicht geeignet. Eltern sollten In-App-Käufe in den Geräteeinstellungen deshalb mit einem Passwort sichern, um vor teuren Überraschungen geschützt zu sein.

- Altersgerechte Angebote wählen: Nicht alle Apps, die kindgerecht aussehen, eignen sich für die Jüngsten. Altersangaben der App-Stores sind laut «Schau Hin» oft keine zuverlässigen Empfehlungen. Stattdessen können sich Eltern weitere Einschätzungen einholen, etwa von klick-tipps.net , der Kinder-App-Datenbank des Deutschen Jugendinstituts sowie der Stiftung Lesen und handysektor.de .

- Sicherheitseinstellungen nutzen: Sicherheitslücken und mangelnder Datenschutz sind riskant. Um die ungewollte Weitergabe von persönlichen Daten des Kindes zu vermeiden, können Eltern die Berechtigungen für Kamera, Mikrofon und Ortungsdienste in den Geräteeinstellungen kontrollieren und wenn möglich deaktivieren.

© dpa-infocom, dpa:200708-99-721974/2

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