EURES-Programm: Umzugskostenerstattung für arbeitslose Jugendliche
Steuerreform und EU-Subventionierung bieten neue Sparmöglichkeiten beim Umzug

Arbeitsbedingtes Umziehen wird einfacher: Sowohl Bundesbürger, die innerhalb von Deutschland umziehen, als auch EU-Bürger, die sich für einen Arbeitsplatz im EU-Ausland bewerben, sollen künftig finanziell mehr unterstützt werden. Die Bundesregierung hebt die Umzugskostenpauschale an, und die EU vergibt Subventionierungen für arbeitslose Jugendliche.

Mobilität soll innerhalb von Deutschland und innerhalb der EU leichter gemacht werden. Arbeitnehmer, die wegen einer neuen Stelle oder einem Standortwechsel ihres Unternehmens einen Umzug in Kauf nehmen müssen, sollen künftig stärker unterstützt werden.

Dienstag, 06.08.2013, 09:22 Uhr

EURES-Programm: Umzugskostenerstattung für arbeitslose Jugendliche 

Dies trifft insbesondere auf arbeitslose Jugendliche zu, die in der Europäischen Union wohnen. Jungen Arbeitslose zwischen 18 und 30 Jahren soll mit der Initiative EURES die Suche nach einem Arbeitsplatz im EU-Ausland vereinfacht werden. Dazu gehört auch eine finanzielle Unterstützung. So können arbeitslose Jugendliche in Zukunft bis zu 1.200 Euro bekommen. Das Geld ist nicht nur für Reisekosten und Spesen für Vorstellungsgespräche vorgesehen, sondern kann auch für einen Umzug innerhalb der EU verwendet werden.

Gleichzeitig wird EU-Unternehmen, die einen arbeitslosen Jugendlichen aus einem anderen EU-Land einstellen, ein finanzieller Anreiz versprochen. So sollen auch die Firmen finanzieller Unterstützung bei der Integration ihrer ausländischen Fachkräfte bekommen – ebenfalls bis zu 1.200 Euro. Mit der finanziellen Unterstützung und der EURES-Plattform sollen das Angebot und die Nachfrage an Arbeitskräften innerhalb von Europa in Zukunft besser zusammenkommen können. Dazu bietet die Plattform ausführliche Informationen im Internet, unter anderem zu einer Liste der beteiligten Institutionen, bei denen die Kostenerstattung beantragt werden kann.

Auch innerhalb Deutschlands wird die Mobilität für Arbeitnehmer vereinfacht. So wurde die Steuerpauschale für einen arbeitsplatzbedingten Umzug 2013 dreimal erhöht. Arbeitnehmer, deren Umzug beruflich veranlasst ist, können ab dem 01. August 694 Euro Umzugskostenpauschale als ledige Person geltend machen. Ein Verwandter oder ein Lebenspartner kann zudem 306 Euro absetzen. Ehepaar und Alleinstehende mit Kind können jeweils 1.390 Euro Umzugskostenpauschale steuerlich absetzen.

Vergünstigungen bei nicht-arbeitsplatzbedingtem Umzug

Die Umzugskostenpauschale setzt sich zusammen aus den umzugsbedingten Kosten, die nicht in den anderen, ebenfalls steuerlich absetzbaren Umzugskosten beinhaltet sind. Denn Transport- und Reisekosten, doppelte Mietzahlungen und Maklergebühren können zusätzlich von der Steuer abgesetzt werden, wenn der Umzug wegen einer Arbeitsstelle geschieht. Die Umzugskostenpauschale soll die kleineren Kosten decken, die bei einem Umzug anfallen.

Auch Umzüge, die nicht wegen der Arbeit erfolgen, können steuerlich abgedeckt werden. Allerdings gilt dies nur innerhalb der Kategorie „haushaltsnahe Dienstleistung“. Dementsprechend können auch nur Dienstleistungen abgedeckt werden: Fährt der Umziehende seinen Mietwagen selbst, kann er diesen nicht von der Steuer absetzen.

Bei einem Umzug sollten also auch die steuerlichen Vorteile im Blick behalten werden. Je nach individueller Situation lohnt es sich, ein Unternehmen zu verpflichten oder den Umzug individuell zu gestalten. Bei der Miete eines Umzugswagen sollte insbesondere, wenn der Umzug nicht arbeitsbedingt erfolgt, eine genaue Kostenaufstellung der Transportkosten erfolgen. Mitunter ist es steuerlich sinnvoller, ein Speditionsunternehmen mit dem Umzug zu beauftragen.

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