Der richtige Schutz
Versichert bei Sport und Hobby

Ob bei Verletzung oder geklautem Gerät: Die richtige Versicherung kann Freizeitsportler vor finanziellen Folgen bewahren. Manchmal lohnt sich noch ein zusätzlicher Schutz.

Mittwoch, 02.09.2020, 11:05 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 11:10 Uhr
Verletzungen beim Sport können schnell mal passieren. Eine Zusatzversicherung kann sich unter Umständen lohnen.
Verletzungen beim Sport können schnell mal passieren. Eine Zusatzversicherung kann sich unter Umständen lohnen. Foto: Robert Günther

Berlin (dpa/tmn) - Das neue Rennrad wurde geklaut oder man hat sich beim Snowboarden das Knie verdreht. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch teuer werden. Hobbysportler sollten beim Versicherungsschutz daher auf bestimmte Sachen achten, empfiehlt die Stiftung Warentest in der Zeitschrift «Finanztest» (Heft 9/2020).

Grundsätzlich springt die Privathaftpflichtversicherung ein, wenn versehentlich fremde Sachen zu Bruch gehen oder jemand verletzt wird. Gute und günstige Tarife für die Familie gibt es schon ab 65 Euro im Jahr, so die Experten. Die Versicherungsbedingungen sollte man dabei aber genau unter die Lupe nehmen. Vor allem bei besonderen Hobbys, wie etwa dem Fliegen von Drohnen, lohne sich beim Check des Kleingedruckten, ob es spezielle Ausschlüsse gibt.

Sportgeräte in Räumen abschließen

Beim Diebstahl teurer Sportgeräte kann die Hausratversicherung helfen. Sie erstattet den Neuwert bei Brand, Sturm, Hagel oder Wasserschäden zu Hause. Tipp der Experten: Das Equipment fotografieren und den Kaufbeleg behalten, um Besitz und Wert im Schadensfall leicht nachweisen zu können. Auch bei Einbruch kann die Hausratsversicherung einspringen - auch wenn aus der Garage oder aus dem Keller entwendet wurde. Voraussetzung hierfür: das Sportgerät war eingeschlossen.

Diese sogenannte Außenversicherung gilt dann in den meisten Tarifen sogar weltweit. Damit wäre beispielsweise auch das über den Sommer im dänischen Surfclub gelagerte Surfbrett mitversichert, schreiben die Warentester.

Bei Sportunfällen im Ausland zahlt die gesetzliche Krankenversicherung - jedoch nur, was einem im Reiseland zusteht. Rücktransporte, welche sehr teuer werden können, werden nicht gezahlt. Die Experten empfehlen hierfür den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Sehr gute Tarife gäbe es bereits für unter 10 Euro im Jahr.

Zusatzversicherungen bei schweren Sportunfällen

Während leichte Sportverletzungen wie Prellungen oder Schrammen in der Regel schnell ausheilen, kann mancher Sportunfall zu längerer oder dauerhafter Invalidität führen. Die Experten empfehlen daher den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung, da die staatliche Erwerbsminderungsrente meist nicht ausreicht. Gute Policen zahlen Versicherten eine Rente, wenn der Beruf für sechs oder mehr Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausgeübt werden kann. Allerdings bekommt nicht jeder einen Vertrag und die Tarife können schnell über Tausend Euro im Jahr kosten, so die Fachleute. Sportler sollten zudem darauf achten, dass ihr Hobby im Tarif nicht ausgeschlossen ist.

Weitere Möglichkeiten der zusätzlichen Absicherung wären eine Grundfähigkeitsversicherung sowie die private Unfallversicherung. Erstere zahle beim Verlust spezifischer Fähigkeiten, wie beispielsweise dem Sprechen oder dem Treppensteigen. Bei der privaten Unfallversicherung wird im Vorfeld festgelegt, wieviel Geld die Versicherten für Schäden an bestimmten Körperteilen bekommen.

Zusammengefasst: Eine Berufsunfähigkeits- und eine Privathaftpflicht schützen vor den größten finanziellen Risiken - diese empfehlen die Experten jedem. Bei Verletzungen im Urlaub hilft eine Auslandsreisekrankenversicherung, teure Sportgeräte sollten mit dem Hausrat versichert werden.

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