Finanzen
Handel mit Krypto – darauf kommt es an

Kryptowährungen werden immer bekannter und beliebter. Wurden sie in ihrer Anfangszeit als Spinnerei und Währung für kriminelle Machenschaften verurteilt, haben sie ihr Image in den letzten Jahren entschieden verbessert. 

Montag, 08.03.2021, 09:04 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 09:11 Uhr
Finanzen: Handel mit Krypto – darauf kommt es an
Foto: Photo by Dmitry Demidko on Unsplash

Das liegt unter anderem daran, dass inzwischen auch große und weltbekannte Unternehmen wie Tesla in den Handel mit Kryptowährungen einsteigen . Das Unternehmen von Elon Musk hat nicht nur selbst Bitcoins gekauft, es möchte in Zukunft auch die Möglichkeit bieten, seine Produkte mit der bekanntesten aller Kryptowährungen bezahlen zu können. Kryptowährungen werden, ähnlich wie Aktien, an Börsen gehandelt, es gibt jedoch weitreichende Unterschiede. Um mit Bitcoin und Co. Geschäfte machen zu können, sollte man einige Dinge beachten.

Was sind Kryptowährungen eigentlich?

Kryptowährungen sind kein herkömmliches Geld und auch keine Währung im eigentlichen Sinne. Sie existieren digital und basieren auf Blockchains und digitalen Signaturen. Sie werden als Zahlungsmittel eingesetzt, sollen dabei aber unabhängig, verteilt und sicher sein. Die erste und wohl bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin, der im Jahr 2009 zum ersten Mal öffentlich gehandelt wurde. Im Jahr 2021 existieren bereits über 8.400 Kryptowährungen. Wichtig dabei ist, dass Kryptowährungen niemals staatlich geschöpft werden und immer unabhängig sind. Im Übrigen wurde bisher nur der Bitcoin rechtlich und steuerlich von der Bundesregierung anerkannt.

Welche Kryptowährungen gibt es?

Wie bereits erwähnt, ist die weltweit erste und bekannteste Kryptowährung der Bitcoin. Er ist streng limitiert – auf 21 Millionen Stück. Damit die Bitcoins nach und nach in Umlauf gebracht werden, müssen diese „geschürft“ werden. Dabei lösen Computer bestimmte Rechenaufgaben und setzen damit neue Datenblöcke frei. Diese werden benötigt, um alle Transaktionen mit dem Bitcoin aufzuzeichnen. Als Belohnung dafür, dass sie ihre Rechnerleistung zur Verfügung stellen, bekommen die „Schürfer“ oder „Miner“ eine gewisse Anzahl an Bitcoins. Um eine Inflation zu vermeiden, findet alle vier Jahre ein sogenanntes Bitcoin halving statt. Dabei wird die Belohnung für das Schürfen neuer Bitcoins halbiert, um nicht zu viele neue Coins in Umlauf zu bringen.

Neben dem Bitcoin gibt es noch Ethereum. Dieser schwankt in seiner Wertigkeit nicht so stark und wird deshalb bevorzugt von Händlern gekauft, die sich Stabilität wünschen und längerfristig planen. Bei der Kryptowährung Ripple handelt es sich um ein Börsen-Netzwerk, das seine eigene native Währung für Transaktionen nutzt. Ein Ableger von Bitcoin ist der Litecoin. Er ist nicht ganz so wertvoll wie der Bitcoin, wird jedoch auch gerne genutzt und gehandelt. Wie bereits erwähnt, gibt es tausende von unterschiedlichen Kryptowährungen. Die hier genannten sind die bekanntesten.

So funktioniert der Handel mit Kryptowährungen  

Um überhaupt mit Kryptowährungen handeln zu können, muss man einer Kryptobörse beitreten. Hier muss im ersten Schritt ein Konto erstellt werden. Im Rahmen dessen wird eine Zertifizierung vorgenommen, die einige Tage dauern kann. Man sollte für den Start mit dem Kryptohandel also genug Zeit mitbringen. Verfügt man letzten Endes über ein Konto bei einer Kryptobörse, benötigt man eine Wallet, in der man seine erworbenen Kryptowährungen aufbewahren kann. Hier können alle Kryptowährungen, die es gibt, enthalten sein. Nun kann mit dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen gestartet werden. Eine neue Kryptowährung kann ganz einfach über die Kryptobörse gekauft werden. In manchen Fällen ist es sogar möglich, diese mit einer anderen Kryptowährung zu bezahlen. In der Regel kauft man die Kryptowährung zum tagesaktuellen Marktwert. Auch das Verkaufen einer Kryptowährung funktioniert ganz einfach über die Kryptobörse. Es gibt die Möglichkeit, eine Kryptowährung direkt an eine Privatperson gegen Geld zu verkaufen. Das Übergehen der Kryptobörse ist jedoch mit vielen Risiken verbunden, weshalb davon abgeraten wird.   

Chancen und Risiken beim Handel mit Kryptowährungen

Die meisten Kryptowährungen unterliegen starken Schwankungen. Das kann Chance und Risiko zugleich sein. Um etwas Sicherheit zu erlangen ist es jedoch ratsam, beim Handel auf mehrere Verschiedene Währungen zu setzen. Eine weitere Sicherheit liegt in der Tatsache, dass Kryptowährungen dezentralisiert und somit weder an Nationen noch an Zentralbanken gebunden sind. Sie können also nicht, so wie gewöhnliche Währungen, von ökonomischen Gegebenheiten beeinflusst werden.

Vorsicht ist jedoch auch geboten. Man sollte sich vor dem gewinnbringenden Verkauf von Kryptowährungen unbedingt über die Besteuerung schlau machen, da der Gewinn aus solchen Geschäften in Deutschland versteuert werden muss. Auch Themen wie Hacking sollten nicht außer Acht gelassen werden. Da der gesamte Handel digital verläuft, kann es immer zu Hackingangriffen kommen, bei denen Coins gestohlen werden können. 

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