Richtig vorbeugen
So kommt man gesund durch den nasskalten Herbst

Der Herbst steht vor der Tür und damit die Erkältungszeit. Ob Schnupfen, Halsschmerzen, Husten oder Gliederschmerzen – wie kommt es eigentlich, dass man pünktlich zum Herbstanfang immer krank wird? Und noch viel wichtiger: Wie kann man verhindern, dass es einen erwischt?

Donnerstag, 22.08.2019, 15:40 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 15:44 Uhr
Richtig vorbeugen: So kommt man gesund durch den nasskalten Herbst
Foto: Photo by Pavel Badrtdinov on Unsplash

Bis heute hält sich die Auffassung, dass nasskaltes Wetter der Auslöser von Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Infekten. ist. Diese Annahme ist jedoch falsch, denn wissenschaftlich belegt ist, dass kaltes Wetter alleine nicht krank macht – sehr wohl jedoch unser Verhalten während der kalten Monate.

Wenn es draußen ungemütlich wird, halten wir uns häufiger drinnen auf. Dort sorgt die Heizungsluft für trockene Schleimhäute, und eine schlechte Belüftung tut ihr Übriges: Die Atemwege sind stark belastet und damit ist die Grundlage für eine Erkältung geschaffen. Zudem ist man in geschlossenen Räumen einer höheren Keimbelastung ausgesetzt und ist deutlich mehr in Kontakt mit anderen Menschen. Dadurch können sich Krankheitserreger schnell verbreiten.

Die richtige Prävention

Um sich vor klassischen Krankheitssymptomen in den kalten Monaten zu schützen, muss man nicht isoliert in den eigenen vier Wänden bleiben. So gilt beispielsweise bei der Erkältung, dass viel frische Luft, Bewegung und ausreichend Schlaf zu einem starken Immunsystem beitragen und einen vor grippalen Infekten schützen können.

Auch Hausmittel wie Ingwer und Zitrone sind als vorbeugende Maßnahmen sinnvoll, da sie den Körper mit Vitaminen versorgen und als heißer Tee von innen wärmen.

Ein ebenso unangenehmer Begleiter der Herbst- und Wintermonate ist die Blasenentzündung. Besonders Frauen sind von dem unangenehmen Brennen beim Wasserlassen betroffen, da ihre Harnröhre kürzer ist als die von Männern. Grundsätzlich gibt es neben dem klassischen Infekt jedoch viele Ursachen für eine Blasenschwäche, sodass es empfehlenswert ist, sich mit den möglichen Auslösern auseinanderzusetzen, um eine geeignete Therapieform zu finden – gegebenenfalls auch mit ärztlicher Hilfe. Denn nicht immer ist eine Antibiotikumbehandlung vonnöten. Häufig hilft es schon, ausreichend zu trinken, die Ernährung anzupassen und sich warm anzuziehen, um die Beschwerden zu lindern. 

Hygiene ist das A und O

Zwischen den Monaten Oktober bis März haben auch Magen-Darm-Viren Hochkonjunktur. Hier scheinen die niedrigen Temperaturen sogar tatsächlich ursächlich für die höhere Erkrankungszahl zu sein, da sich die Viren unter diesen Bedingungen besser verbreiten können. Besonders die Noroviren zeigen sich enorm widerstandsfähig und lösen pro Jahr schätzungsweise 685 Millionen Krankheitsfälle aus .

Wer sich vor dem gefürchteten Brechdurchfall schützen möchte, sollte vor allem auf eine gründliche Hygiene achten. Vor jedem Essen ist das Händewaschen obligatorisch. Auch nach dem Händeschütteln oder dem Besuch einer erkrankten Person sollten die Hände gründlich gewaschen und bestenfalls auch desinfiziert werden. Handdesinfektionsmittel können zum Einsatz kommen, wenn man beispielsweise viel in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Derart vorbereitet steht einem gesunden Start in den Herbst nichts mehr im Wege.

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