Maßvolles Genießen
Festessen: Tipps für die Verdauung

Sonntagsbrunch, Familienfest und Weihnachtsgans: Viele festliche Anlässe haben es in sich, was die Kalorien angeht. Wer sich jedoch an die folgenden Tipps hält, übersteht Festessen ohne Bauchgrummeln und Völlegefühl.

Mittwoch, 22.01.2020, 14:18 Uhr aktualisiert: 22.01.2020, 15:07 Uhr
Maßvolles Genießen: Festessen: Tipps für die Verdauung
Foto: Pixabay.cpm

Das große Problem bei Festessen ist, dass es von allem zu viel gibt - und dann schmeckt es auch noch viel zu gut. Deshalb übernehmen sich die meisten Menschen. Sie essen zu viel und vor allem zu schnell. Damit überfordern sie ihre Verdauung. Hinzu kommt, dass oft durcheinandergegessen wird: hier etwas Schokolade, da ein Keks, darauf folgt ein deftiges Mittagessen mit drei Gängen. Man genehmigt sich noch einen Nachschlag - und dann ist es so weit: Der Magen fühlt sich an, als würde er platzen. Es drückt, man fühlt sich erschöpft und möchte sich nur noch hinlegen. Die Verdauung fordert nun ihren Tribut.

Völlegefühl vermeiden

Selbstdisziplin ist noch immer die beste Methode, um sich Verdauungsprobleme zu ersparen. Es ist gesünder, hin und wieder "Nein" zu sagen und in Maßen zu genießen, statt bei jeder Gelegenheit zuzulangen. So kann man von allem etwas probieren, ohne zu viel zu essen. Auch Pausen während des Essens helfen. Man sollte jede Mahlzeit genießen und sich Zeit für einzelne Bissen nehmen. Der Magen zeigt nämlich erst rund 15 Minuten später, dass er sein Limit erreicht hat . Die Wartezeit lässt sich am besten durch Gespräche füllen, wenn man in geselliger Runde versammelt ist.

Es gibt Lebensmittel, mit denen die Verdauung länger zu kämpfen hat als mit anderen. Und dann gibt es solche, die wiederum förderlich auf die Verdauung wirken . Fettige Speisen sind schwer verdaulich. An und in vielen festlichen Essen findet sich Fett in unterschiedlicher Form - sowohl tierisch als auch pflanzlich. Ist es außerdem noch warm, kann der Magen zwar mehr davon aufnehmen als im kalten Zustand, doch die Verdauung braucht länger, um das Essen zu verarbeiten.

Abhilfe schaffen Zutaten, die die Verdauung fördern: Gewürze wie Ingwer, Fenchel und Kümmel regen den Stoffwechsel durch ihre Schärfe und die enthaltenen Bitterstoffe an. Wasser wird bei der Verdauung immer gebraucht und ist ein wichtiger Bestandteil unseres gesamten Stoffwechsels. Ausreichender Wasserkonsum regt nicht nur die Darmaktivität an, auch Abfallprodukte können so leichter entsorgt werden. Tee aus Ingwer, Fenchel, Anis oder Kümmel ist also eine sehr gute Lösung, um den Magen nach dem Essen zu beruhigen. Joghurt wiederum ist gut für die Darmflora. Er enthält nämlich Milchsäurebakterien, die dem Körper bei der Verdauung helfen. Die Säure im Joghurt unterstützt zudem dabei, schädliche Bakterien zu verdrängen.

Bewegung tut gut

Um die Verdauung in Gang zu bringen, wirkt ein Spaziergang wahre Wunder. Bewegung befördert nämlich den Kreislauf. Eine entspannte Runde am Nachmittag hilft dabei, für das Abendessen wieder fit zu werden. Der Blutzuckerspiegel wird gesenkt, die natürlichen wellenartigen Bewegungen des Darms werden unterstützt und das Essen somit schneller durch den Darm befördert.

Der Mythos vom Verdauungsschnaps

Zu guter Letzt sind einige Menschen davon überzeugt,  dass ein Schnaps gegen einen zu vollen Magen hilft. Das stimmt nur teilweise. Der Alkohol betäubt zwar das drückende Gefühl, das vom Magen ausgeht. Allerdings stört er auch dessen Arbeit und lässt seine Muskeln erlahmen. Das steigert das Risiko von Sodbrennen, weil die Magensäure nicht mehr zurückgehalten wird und nach oben steigt. Wer auf den Schnaps nach dem Essen nicht verzichten möchte, sollte dann zumindest zum guten alten Magenbitter greifen. Die darin enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauung nämlich besser an, als es ein Obstler oder Likör könnte. Wer keinen Alkohol trinken möchte, erzielt mit Kaffee den gleichen Effekt.

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